WhatsApp führt ein neues Feature ein, es ersetzt den Zwang zur Rufnummer. Stattdessen werden Nutzer eigene Nutzernamen wählen können, über die sie dann erreichbar sind.
Gerade bei fremden Kontakten will man vielleicht nicht gleich die Rufnummer rausgeben, sie gilt für viele Menschen als eine sensible Information und bleibt im Zweifel über Jahrzehnte ein fester Bestandteil der eigenen Identität. WhatsApp ohne Rufnummer war bislang undenkbar, das ändert sich jetzt.
Die ersten Nutzer erhalten das neue Feature jetzt wohl. WhatsApp bewirbt das neue Feature gezielt mit dem Vorteil, dass Nutzer nun ihre Rufnummer nicht mehr weitergeben müssen, um über WhatsApp erreicht werden zu können. Man kann den Nutzernamen statt der Rufnummer mit anderen Leuten teilen.

Derzeit erhalten vor allem iPhone-Nutzer das Feature, aber es sind nur sehr wenige. Heute weiß man durch diesen ersten Rollout, dass Nutzernamen zwischen 3 und 35 Zeichen lang sein dürfen, mit einem Buchstaben beginnen müssen, nur Buchstaben, Zahlen, Punkte und Unterstriche enthalten dürfen, außerdem nicht mit einer Domain-Endung enden oder www. anfangen können.
WhatsApp rückt näher ans Meta-Ökosystem
Was auch noch interessant ist: Ein Nutzername in WhatsApp ist nur nutzbar, wenn er generell auf den Meta-Plattformen verfügbar ist. Daher ist ein durch andere Nutzer auf Instagram belegter Nutzername nicht in WhatsApp für euch verfügbar. Ihr könnt jedoch eure eigenen Konten bzw. Nutzernamen von Facebook und Instagram auch im eigenen WhatsApp verwenden.
Nur der Nutzername muss übrigens zur Kontaktaufnahme nicht ausreichend sein. Nutzer können optional einen vierstelligen Sicherheitsschlüssel festlegen, den Fremde bei der ersten Kontaktaufnahme eingeben müssen. Somit wäre eine Kontaktaufnahme nur durch „autorisierte“ Personen möglich und nicht durch jeden, der zufällig euren Namen erraten hat.
Während die Privatsphäre durch die verdeckte Handynummer theoretisch steigt, entsteht durch identische Benutzernamen auf allen Meta-Plattform durchaus ein höheres Risiko für plattformübergreifendes Tracking durch Werbetreibende. Das wird auch ein Grund sein, warum dieses Feature überhaupt kommt.
