Xiaomi hat sich in den letzten Jahren nach und nach in Position gebracht. Nachdem erst jahrelang richtig viel Geld mit günstigeren Smartphones verdient worden ist, dazu mit diversen anderen Gadgets, hat man diese Einkünfte in neue Entwicklungen gesteckt. Längst sollte ich herumgesprochen haben, dass Xiaomi sehr viel Geld in Forschung und Entwicklung investiert.
Statt einfach nur weitere Smartphones zu bauen, diese mit der Hardware anderer Unternehmen vollzustopfen, sehen die Pläne für die kommenden Jahre ganz anders aus. Deshalb hat Xiaomi bereits einen eigenen Chipsatz entwickelt, der bislang aber nur in einem Modell und auch nur in China zum Einsatz kommt. Aber das ist das notwendige Sprungbrett.
Auch mit dem HyperOS-Ökosystem baut sich Xiaomi nach und nach einen eigenen Software-Stack für verschiedenste Gerätearten auf. Dazu gibt es die hauseigenen KI-Sprachmodelle, die längst in Benchmarks immer wieder unter Beweis stellen, das sie gut sind und durchaus auf Weltniveau mitspielen können.
Xiaomi strotzt nur so vor innovativen Eigenleistungen: Eigene Chips, KI, autonomes Fahren, HyperOS, Domänensteuerung für Autos und vieles mehr
Xiaomi hat viele Innovationen in den letzten Jahren hervorgebracht und damit einen Grundstein für eine selbstbestimmte Zukunft gelegt. Intern hat man gerade den „Technology Award 2025“ verliehen, der erste Preis ging dabei an das Team rund um den hauseigenen Chipsatz Xuanjie O1 bzw. XRING 01.

Dieser Chip ist besonders, denn mit dieser Entwicklung ist Xiaomi das erste Unternehmen in Festlandchina und der vierte Hersteller weltweit, der einen 3-Nanometer-Flaggschiff-Chip auf den Markt bringt. Die Integration in einem Smartphone hat bewiesen, dass Xiaomi liefert und nicht nur ankündigt, was umso beeindruckender ist.
Xiaomi verfolgt das Ziel, bis Ende 2026 eine vollständige Integration von selbst entwickelten Chips, Betriebssystemen und KI-Modellen auf einem einzigen Endgerät zu realisieren. Was genau gemeint ist, sagte Lei Jun zwar nicht, aber ein Smartphone als Startprodukt ist wahrscheinlich.
Xiaomi investiert massiv in weitere Innovationen und Neuentwicklungen
Für die nächsten Jahre soll das mit den Innovationen und Entwicklungen so weitergehen. Xiaomi plant, in den nächsten fünf Jahren insgesamt 200 Milliarden Yuan in Forschung und Entwicklung zu investieren, was umgerechnet ca. 24,5 Milliarden Euro entspricht. Dabei werden gezielt Kerntechnologien bedient: Halbleiter, Batterietechnologie, Künstliche Intelligenz und Betriebssysteme.
Das letzte bekannte Projekt von Xiaomi, das komplett neu an den Start ging, war das „R&D and Design Center“ in München. Dort legt man gerade den Grundstein für den Marktstart mit Elektroautos in Europa ab 2027. Die Fahrzeuge müssen entsprechend angepasst und optimiert werden, damit sie dem Europäer gefallen. Mich würde auch nicht wundern, wenn man speziell ein neues Elektroauto für Europa entwickelt, weil es hier einfach andere Anforderungen als in China gibt.
