Es ist der nächste Durchbruch bei Elektroauto-Akkus, den man da jetzt aus China hört. Erneut geht es um die Feststoff-Batterie, diesmal von CALB. Demonstriert hat man eine kleine Zelle, die jedoch stellvertretend dafür steht, was die neue Technologie an Vorteilen künftig mit sich bringt.
Das Beispiel der Zelle soll unter anderem den immensen Unterschied beim Gewicht demonstrieren, der hier bei ca. 75 Prozent liegt. Die neue Zelle wiegt keine 500 Gramm, während eine vergleichbare LFP-Zelle ungefähr zwei Kilogramm wiegen würde. Hochgerechnet auf einen Akku für ein Elektroauto hätte das enorme Folgen – im positiven Sinne. 200 bis 300 Kilogramm könnte das ausmachen.
Energiedichte mehr als verdoppelt im Vergleich zum heutigen LFP-Standard
Die Energiedichte würde hier bei 450 Wh/kg liegen und damit deutlich über der aktuell oft in China eingesetzten LFP-Technologie. Da wird eine Ladezeit von deutlich unter zehn Minuten angestrebt, die Rede ist hier sogar von nur sieben Minuten bei der Ladung von 10 auf 80 Prozent. Heutige Fahrzeuge liegen im besten Fall bei zehn bis zwölf Minuten, aber nur sehr wenige Modelle.
Die Integration in Kleinserien für die Automobilindustrie ist für das Jahr 2027 vorgesehen, wobei die volle Massenproduktion erst gegen 2030 erwartet wird. Zunächst will man eher auf humanoide Roboter und Fluggeräte gehen. Derzeit sei in China noch nicht einmal der regulatorische Rahmen für die Straßenzulassung der Festkörper-Akkus geschaffen, das folgt laut Carnewschina noch 2026.
1.000 Kilometer: Heute noch Ausnahme, in Zukunft der Standard
In Elektroautos würde die neue Batterie-Technologie Reichweiten von über 1.000 Kilometer ermöglichen. Diese Grenze erreichen erste BYD-Modelle heute schon mit LFP-Technologie, dafür werden jedoch riesige Akkus eingesetzt. Was heute die absolute Ausnahme ist, wird in zehn Jahren vielleicht schon der neue Standard sein.
Das größte Problem für den Technologie-Wandel sei noch immer der Preis, beim CALB-Akku würde das aktuell im Vergleich zu den flüssigen Elektrolyten noch einen Kostenaufschlag von 100 Prozent bedeuten. Es dauert noch lange, bis die Technologie tatsächlich in der Fertigung skaliert und dann auch kostengünstig angeboten werden kann.
