Der neue Cupra Raval wurde vollständig geleakt. Ein Video ging zu früh online, das das Fahrzeug von außen und von innen gezeigt hat. Ich selbst habe mir das Video angeguckt und nach ungefähr 25 Minuten wurde die Wiedergabe unterbrochen.
Erst dann ist mir bewusst geworden: Hey, wollte Cupra den Raval nicht eigentlich erst im April zeigen? Und tatsächlich. Schnell konnte ich herausfinden, dass natürlich keine anderen Videos und keine anderen Berichte online waren. Das war ein Leak, dieser Bericht ging Wochen zu früh online.
Aber wir konnten erstmals das Design sehen, außen wie innen. Wobei die Überraschungen ausbleiben. Ich meine, der Raval ist letztendlich ein kleiner Born, auch wenn hier mit MEB+ eine neue Plattform unter der Haube steckt. An sich ist ja ein Cupra ein Cupra und das ist gut für die Marke, denn sie hat einen Wiedererkennungswert, den es in allen Fahrzeugklassen derzeit gibt.
Technische Details und Ausstattung
Für den Raval sprechen ein paar coole Feinheiten, zum Beispiel ein DCC Fahrwerk in der höchsten Ausführung. Weiterhin, und das war schon bekannt, ist es so, dass die Variante mit der höchsten Reichweite 450 Kilometer weit kommt. Die leistungsstärksten Modelle haben über 200 PS und die VZ-Variante unterscheidet sich mit etwas mehr Leistung nochmal von den anderen Modellen mit hohem großem Motor.
Im Innenraum gibt es generell recht große Bildschirme. Die Diagonalen sind hier natürlich zweistellig. Einerseits ist das Display hinter dem Lenkrad mit über 10 Zoll recht groß ausgefallen und nicht mehr so mickrig wie in den früheren Cupra und ID-Modellen. Und auch das Infotainment-Display ist wirklich großzügig geworden. Eine umlaufende Lichtleiste von einer Türtafel durch das Armaturenbrett (an der Windschutzscheibe entlang) bis zur nächsten Türtafel erfreut zumindest junge Gamerherzen.
Ansonsten dominiert im Cupra durchaus Kunststoff, aber in diesem Fall ganz oft mit einer Struktur versehen, mit einem coolen 3D-Druck, etwa im Zentrum des Lenkrads. Das sieht deutlich besser aus als ganz einfache glatte Plastik, die wir in günstigeren Autos sonst finden. Das Armaturenbrett ist unterschäumt, also weniger anfällig für Hitze und Kälte. Ein großes Lob gab es außerdem für die Paddles hinter dem Lenkrad, womit man die Rekuperation steuern kann.
Preis und Ladeleistung
In den Foren liest man natürlich viel Kritik zum neuen Raval, der teilweise als fahrender Gaming-Stuhl beschrieben wird oder auch als Mini-Variante einer Midlife-Crisis. Wobei ganz klar sollte hier sein: Hey, das ist ein Cupra, das ist Cupra-Design. Wer das nicht will, nimmt den Skoda oder VW. Die Zielgruppe ist sicherlich nicht der 40-jährige Sportwagenfahrer, sondern eher die 20- bis 30-jährigen, die dann doch schon etwas mehr Geld für ein Auto ausgeben wollen.
Denn klar ist auch, wenn der Raval vielleicht bei 26.000 Euro anfängt, dafür gibt’s dann halt nur den kleinen Akku und keine 200 PS. Und der dürfte mit 300 Kilometer nach WLTP nicht so viel Spaß machen, wenn man den Raval sportlich bewegt.
Außerdem gibt es die größeren Motorvarianten auch erst mit dem größeren Akku, der dann aber halt im besten Fall 450 Kilometer weit kommt und in 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen ist. Beim VZ verringert sich die Reichweite auf ca. 400 Kilometer.
