Cupra Raval und VW ID.Polo: VW plant seine elektrische Zukunft ab 25.000 Euro

VW ID.2 Konzept

Es geht endlich los, in wenigen Tagen startet der Cupra Raval und danach folgt der ID. Polo von VW. Beide Elektroautos eröffnen die Electric Urban Car Family und damit wohl das wichtigsten Elektroauto-Segment der letzten Jahre für die VW-Gruppe.

VW beginnt nicht mit SUVs, obwohl dieses Segment gerade sehr beliebt ist. Stattdessen geht es mit einem echten Klassiker los, dem typischen Kleinwagen. Aber wir wissen schon heute, dass die neuen Elektroauto-Plattformen möglich machen, dass diese 4-Meter-Kleinwagen bei Platz und Gepäckvolumen eher in der Golfklasse spielen werden.

Vernünftige Leistung und Reichweite, da beginnt der Preis schnell mit einer 3

Das gilt jedoch auch für den Preis. Der Polo soll rund 25.000 Euro kosten und den Cupra Raval gibt es ab 25.950 Euro. Das sind die Preise ohne Förderung und ohne andere Rabatte. Dafür gibt es dann auch nur 135 PS und einen Akku für 320 Kilometer. Tatsächlich sollen die Einstiegsvarianten sogar erst später starten, diese „niedrigen“ Preise gelten mehr als Lockmittel.

Cupra Raval Tarnung 2
Cupra Raval in Tarnung

MEB+ ist die elektrische Zukunft von VW oder zumindest ein Grundstein. Was hier wirklich spannend ist, sind die zahlreichen Veränderungen im Hintergrund. Innerhalb der Markengruppe werden bei den vier Modellen (+Skoda Epiq und ID. Cross) rund 80 Prozent Gleichteile verwendet, um die Kosten für die Entwicklung und Fertigung zu minimieren.

Hinter den Kulissen agieren wir als ein integriertes Entwicklungsnetzwerk und auf dem Markt bleiben die Marken klar differenziert für den Kunden.

Durch solche Synergieeffekte spart der VW-Konzern bei der Realisierung der neuen Elektro-Kleinwagen insgesamt etwa 650 Millionen Euro ein. Das war ein entscheidender Faktor für Volkswagen bei diesem Projekt. Deshalb findet die Produktion aller Fahrzeuge auch zentral in den spanischen Seat-Werken statt und nicht aufgeteilt bei Cupra in Spanien, VW in Deutschland und Skoda in Tschechien.

Skoda Epiq 1
Skoda Epiq

Gute Chancen ausgerechnet, aber zu viel Auswahl

Für VW stehen die Chancen gut. Laut einer Analyse des Center of Automotive Management läge die Relevanz elektrischer Kleinwagen bei über 24 Prozent in diesem Jahr, noch vor ein paar Jahren waren das nur 10 Prozent. Das liegt auch am verbesserten Angebot, die Modellauswahl in den Segmenten Mini, Klein und Mittelklasse ist zuletzt stark angestiegen.

Ich hatte erst am vergangenen Wochenenden eine Diskussion darüber: VW macht viel richtig hier, aber die Varianten müssten eingekürzt werden. Warum nicht kleiner Motor + kleiner Akku, großer Motor + großer Akku und ein sportliches Sondermodell, fertig ist die Auswahl? Ist mit gerade alles noch zu kleinteilig, wenn es da wieder fünf Varianten + Sonderausstattung gibt.

Am 9. April 2026 geht es mit dem Raval los, Cupra hat hier ungewöhnlicherweise den Vortritt. Wir wissen schon heute, dass sich das spanische Modell stark vom Polo unterscheiden wird, weil man eine deutlich jüngere und dynamischere Zielgruppe anspricht.

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