„Die deutsche Ikone“ gibt es jetzt in einer neuen Version, doch der neue elektrische Opel Astra hat gravierende Probleme für den Kampf um Marktanteile.
Auch wenn der deutsche oder europäische Kunde nicht so fixiert auf die Technik ist, so kann man den Astra kaum empfehlen, wenn wir auf die technischen Eckdaten blicken, die bei einem Elektroauto von Bedeutung sind.
Es gibt Updates, aber die sind marginal
Die große Batterie bietet nun maximal 58 kWh, damit liegt man deutlich hinter der Konkurrenz wie MG4 oder VW ID.3, die über 60 oder bis zu 77 kWh bieten. Das offenbart auch die Reichweite: Opel gibt hier jetzt 454 Kilometer nach WLTP an – höchstens. Da steht immer noch keine 5 vorn dran, was doch recht enttäuschend ist.

Opel schafft mit dem Astra eine WLTP-Reichweite, die bietet VW ab diesem Jahr sogar im Kleinwagen-Segment an. Und wo VW die Stellantis-Plattform außerdem schlägt, ist die Ladung am DC-Schnelllader. Kein Scherz: Opel gibt maximal 100 kW an, die Ladung von 20 auf 80 Prozent soll 32 Minuten dauern. Bei VW gibt es mehr, der ID. Polo lädt von 10 auf 80 Prozent in unter 25 Minuten.
Selbst der Elektromotor, der nun stärker ist, kann sich nicht sehen lassen. Da bietet man nur 156 PS, bei VW gibt es bei den elektrischen Kleinwagen sogar 210 PS in Kombination mit großem Akku. Ein stärkeres Sondermodell mit GSE-Emblem soll jedoch folgen.
Hoher Preis und veraltete Mischplattform
Aber der Opel ist doch wenigstens günstig? Nein. Opel hält mit diesem Facelift-Upgrade zwar die Preise stabil, die mindestens 37.990 Euro für den Elektroantrieb sind jedoch absurd teuer.
Das große Problem ist der Einsatz einer Mischplattform. Im Konfigurator kann man den Opel Astra mit unterschiedlichsten Motoren wählen, neben dem Elektroantrieb gibt es auch Hybrid und sogar noch einen Diesel. Mischplattformen sind aber gerade für den Elektroantrieb oft von Nachteil und so ist es auch hier.
