Mazda und einige andere Hersteller haben in den vergangenen Jahren meistens auf Mischplattformen gesetzt, also bestehende Verbrenner so gut es ging auf Elektroautos umgerüstet. Oftmals fehlt es dabei an Reichweite, die Akkus sind nicht groß genug, es gibt nicht die möglichen Platzvorteile eines Elektroautos – eigentlich ist das zum Scheitern verurteilt.
Mazda verschiebt echte Elektroauto-Plattform erneut
Mazda will es in Zukunft jedoch anderes angehen und eine echte Plattform für Elektroautos auf die Straßen bringen, die dann auch für verschiedene Fahrzeuge skalierbar ist. Diese neue Architektur wurde bereits im vergangenen Jahr erstmals verschoben und ist zuletzt für 2027 geplant gewesen. Nur verschieben sich diese Pläne jetzt schon wieder, nun ist die Rede vom Marktstart in 2028.
Eigentlich sah der ursprüngliche Plan sogar 2025 für den Marktstart vor. Das ist jetzt also das zweite Mal, dass man die Pläne verschiebt. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der rasanten technologischen Entwicklung im Bereich der Elektromobilität sowie begrenzten personellen Ressourcen als unabhängiger Hersteller.
Schon im vergangenen Jahr hat der Mazda-Chef gegenüber Medien von gut fahrenden Prototypen berichtet, aber womöglich war das ein wenig geflunkert. Dass man sich Zeit nimmt, ist jedoch für das Ziel wichtig, aus den hauseigenen Elektroautos „echte Mazda-Produkte“ zu machen, wie es angekündigt wurde.
Mazda steigt spät mit eigener Plattform ein
Mazda bringt aktuell neue Elektroautos auf den Markt, aber das sind halt keine Fahrzeuge mit den aktuell machbaren technischen Möglichkeiten. Somit werden große Chance erneut verschoben und womöglich sogar verpasst. Es ist durchaus wichtig, bei den neuen Entwicklungen vorn dabei zu sein und nicht erst einzusteigen, wenn schon alle jahrelang am Markt sind.
Derzeit nutzt Mazda zum Teil externe Plattformen anderer Hersteller. Trotz der Verzögerung bei der Eigenentwicklung bringt Mazda im Jahr 2026 die Limousine Mazda 6e sowie das Mittelklasse-SUV CX-6e auf den Markt, diese beiden Modelle basieren auf der EPA1-Plattform des chinesischen Partners Changan. Das wird jetzt nicht so viele Kunden locken.
