Es scheint gängige Praxis zu sein, dass sich Firmen zwar eine Ladesäulen fördern lassen, diese vor der Öffentlichkeit jedoch bestmöglich verstecken wollen.
Einige berichten davon, dass sie die Praktiken kennen, die hier gerade angesprochen worden sind. Die Firmen lassen sich Ladesäulen fördern und müssten sie deshalb auch öffentlich zugänglich machen. Das jedoch wird maximal unattraktiv gestaltet.
Ein Teil der geförderten Ladesäulen muss öffentlich zugänglich sein, doch die Betreiber verhindern das
Diese Säulen sind physisch zwar zugänglich, aber möglichst versteckt platziert. Es werden außerdem Schilder zur Abschreckung angebracht, dass die Nutzung nur durch Mitarbeiter erlaubt sei. Und die Säulen werden nicht für Roaming-Netzwerke und ähnlichen Verzeichnissen angemeldet, sind daher bei Lade-Apps nicht zu finden.
Auch bei den Preisen wird getrickst, hier wird maximal viel Geld verlangt, um Fremdlader abzuhalten. Es sei auch Masche, Firmenfahrzeuge einfach immer dort zu parken, damit die Ladesäulen von Fremdnutzern gar nicht erst verwendet werden kann.
Ein Nutzer berichtet sogar detailliert, wie er durch eine Beschwerde bei den Stadtwerken die Öffnung eines abgesperrten Firmenparkplatzes mit Ladesäule erwirkt hat. Andere empfehlen außerdem eine Meldung an die Bundesnetzagentur, wenn einem solche Ladesäulen auffallen.
Ich hatte einen ähnlichen Fall in Bochum, da war direkt um die Ecke meiner Ex-Freundin eine Ladesäule der Bochumer Stadtwerke, allerdings auf einem Firmen/Kundenparkplatz (kleiner Parkplatz mit 4 Stellplätzen, 2 davon für die Ladsäule). Aber jeden Abend wurde der Parkplatz mit im Boden versenkten Absperrungen abgesperrt (solche die man mit som 3 Kantschlüssel rausziehen kann).
Da mir das aber sehr komisch vorkam, das eine eigentlich öffentliche Ladesäule, weil diese auch auf der Ladekarte der Stadtwerke gelistet war/ist und ich gerne den Nachttarif für 40ct/kwh & keine Standgebühren zwischen 20 uhr und 10 uhr (glaube 10 wars) nutzen wollte, jeden Abend und übers gesamte Wochenende abgesperrt wurde, hatte ich mich bei den Stadtwerken beschwert und darauf hingewiesen, das die Ladesäule ja sicherlich mit öffentlichen Fördermitteln aufgestellt wurde.
Hab dann auch keine 24h später schon Antwort bekommen, dass der Fall überprüft wird und es wurde sich dafür entschuldigt. 1 Woche später wurde der Parkplatz abends nicht mehr abgesperrt, das „Kundenparkplatz“-Schild wurde entfernt & an der Ladesäule wurde ein „Parken während des Ladevorgangs“-Schild aufgestellt.
Nicht jeder ist böse, der erst mal so erscheint
Dennoch sei auch zur Vorsicht zur Vorverurteilung aufgerufen, denn nicht jedes Förderprogramm sieht vor, dass eine Ladesäule öffentlich zugänglich sein muss. Das ist leider etwas, was das Schild „Gefördert durch Bundesministerium für Verkehr“ auf den ersten Blick nicht verrät.
Was wäre denn die Lösung? Womöglich diese Ladesäulen öffentlich zugänglich machen, aber nur für einen gewissen Zeitraum für Fremdlader sperren, damit Firmenmitarbeiter nicht in Probleme kommen und während der Arbeitszeit ungehindert laden können.
Richtig absurd: Es kann sogar sein, dass jemand seine Ladesäule im Navigationsgerät in seinem Auto einpflegt und der Autohersteller diese Daten jedoch öffentlich macht, also private Wallboxen im Navigationsgerät auch anderen Fahrern zeigt.
