Galaxy S26 Ultra und Co: Samsung entfernt wichtige Recovery-Tools aus Android

Samsung Galaxy S26 Ultra 3

Obwohl es viele Nutzer vielleicht gar nicht sehen werden, hat Samsung mit der neuen One UI-Software ab der Galaxy S26-Serie grundlegende Kernfunktionen von Android rausgeworfen.

In der Android-Welt tut sich gerade etwas, insbesondere die Offenheit von Android und die Vielseitigkeit wird dabei angegriffen. Samsung schwimmt hier mit, beweist die neue Galaxy S26-Serie. Es sind die ersten Samsung-Modelle mit der neuen One UI 8.5, die weiterhin auf Android 16 basiert, jedoch ein paar neue Funktionen mitbringt – und welche verliert.

Samsung streicht grundlegende Recovery-Funktionen aus Android radikal weg

Es ist aufgefallen, dass Samsung das sogenannte Recovery-Menü aus Android entfernt hat. Das Menü ist hilfreich, um etwa defekte Geräte mit einer frischen Software bespielen zu können. Über diesen Weg konnte das bislang sogar jeder Nutzer selbst tun. Zu den gestrichenen Funktionen gehören das Einspielen von Updates via ADB oder SD-Karte sowie das Löschen der Cache-Partition.

Aber das ist nicht alles, was es nicht mehr gibt. Auch technische Diagnose-Tools wie der Grafik-Test, der Locale-Test und die Einsicht in die Recovery-Logs stehen künftig nicht mehr zur Verfügung. Es bleiben nur noch absolute Basics wie System-Neustart, das Ausschalten des Gerätes und die Option zum Zurücksetzen auf Werkseinstellungen.

Das Recovery-Menü (beim Start des Gerätes meist zwei Tasten gedrückt halten) startet vor dem ganzen Rest der Software, es ist im Grunde genommen immer noch erreichbar, wenn sonst nichts mehr geht. Es ist daher umso schlimmer, dass es zukünftig bei Samsung-Galaxy-Geräten quasi nutzlos ist.

Auch dieser Schritt wird sicherlich mit einem Plus an Sicherheit argumentiert, die Kritiker sehen hingegen starke Einschnitte in die bisherige Freiheit der Android-Welt. Vor wenigen Tagen berichteten wir euch über ein wachsendes Bündnis, das in der Android-Welt für den Erhalt der bisherigen App-Richtlinien kämpft, weil geplante Änderungen die Offenheit des Android-Systems stark einschneiden.

Man hört von den Technologiekonzernen nichts mehr gutes

Für Entwickler und Power-User schrumpft der Handlungsspielraum mit den neuen Samsung-Updates deutlich, was die Attraktivität der Galaxy-Geräte für diese Zielgruppe mindern könnte. Freilich sind das nicht viele, aber die schlechte Presse ist garantiert. Der Kunde hat deutlich weniger Kontrolle über das System, wenn es mal nicht mehr funktioniert und müsste dann zwingend den Support aufsuchen.

Die Meinung ist geht da nicht groß auseinander, sinngemäß klingt sie oft so, wie dieser Kommentar: „Von den großen Technologiekonzernen hört man heutzutage einfach keine guten Nachrichten mehr. Google und Samsung sollten sich schämen, weil sie alles, wofür ihre Produkte standen, zerstört haben, und die Regulierungsbehörden sollten sich schämen, weil sie das zugelassen haben. Wir brauchen jetzt mehr denn je eine dritte Betriebssystemoption für Smartphones.“

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