Google Drive hat ein Problem: Viele Nutzer dürften den Dienst hauptsächlich als reine Dateiablage verwenden und laden Inhalte lieber erst herunter, statt sie direkt im Browser zu konsumieren. Die Weboberfläche wirkt für Medieninhalte in meinen Augen oft suboptimal, wie wahrscheinlich schon jeder Mal an den quadratischen Vorschaubildern gemerkt hat, wenn man einen Foto-Ordner teilen möchte.
Google arbeitet offenbar daran, Drive attraktiver für den direkten Konsum von Inhalten zu machen. Ein wichtiger Schritt ist die Erweiterung der automatischen Untertitel-Generierung für Videos. Die Funktion, die bisher nur für englischsprachige Videos verfügbar war, unterstützt ab sofort 27 weitere Sprachen, darunter Deutsch, Französisch, Spanisch, Japanisch und Arabisch. Chinesisch soll in Kürze folgen.
Die automatisch generierten Untertitel machen Videos zugänglicher für Menschen die eingeschränkt oder gar nicht hören können, für Nutzer in lauten Umgebungen oder für alle, die eine andere Muttersprache sprechen. Ein weiterer Vorteil: Die Untertitel verbessern die Durchsuchbarkeit von Videoinhalten in Drive.
Wenn ihr ein Video hochladet, erkennt Drive automatisch die Sprache und generiert passende Untertitel. Admins können in den Einstellungen festlegen, ob die Funktion standardmäßig aktiv ist, ob Nutzer Untertitel manuell anfordern müssen oder ob die Funktion komplett deaktiviert wird.
