Google erweitert in den USA seine Shopping-Funktionen um einen telefonierenden KI-Assistenten. Die neue Funktion „Let Google call“ ruft lokale Geschäfte automatisch an und sammelt Informationen zu Verfügbarkeit, Varianten und möglichen Rabatten.
Der Einstieg läuft über die normale Google-Suche: Wer in den USA nach Produkten wie Spielzeug, Pflegeartikeln oder Elektronik mit dem Zusatz „near me“ oder „nearby“ sucht, sieht in den Ergebnissen die neue Option „Let Google call“.
Danach werden ein paar auf das Produkt zugeschnittene Rückfragen festgelegt, etwa zu Größe, Farbe oder Marke. Anschließend lässt sich auswählen, ob die Zusammenfassung der Telefonate per SMS, E-Mail oder beidem eintreffen soll. Die KI ruft dann eigenständig passende Läden an und liefert gebündelte Infos zurück.
Wenn ein Call läuft, sieht das zum Beispiel so aus:

Im Juli hatte Google bereits KI-Agenten vorgestellt, die etwa bei der Suche nach Dienstleistern („Tierpfleger in meiner Nähe“) Preise und Verfügbarkeiten per Anruf einholen. Die aktuelle Shopping-Funktion ist eine logische Erweiterung dieses Telefonagenten in Richtung klassischer Ladenketten und Einzelhandel.
Damit schärft Google sein Profil gegenüber Amazon und Preisvergleichsportalen, indem Online-Suche und Offline-Handel enger zusammenrücken. Vorerst bleibt das aber ein US-exklusives Experiment – offen ist, wann Datenschutzfragen geklärt sind und ähnliche Funktionen nach Europa kommen.
