Google tut seit einiger Zeit wieder mehr für Android im Kern, die nächsten Optimierungen sollen Leistungsverbesserungen im CPU-Bereich nach sich ziehen.
Kürzlich hat Google erst für Android gewissermaßen ein Wake-Lock-Verbot eingeführt. Wenn Apps zu stark und unnötig die CPU belasten, werden sie abgestraft und das sogar für Nutzer sichtbar im Google Play Store. Die nächste Neuerung verbirgt sich hinter dem sperrigen Begriff „Automatic Feedback-Directed Optimization“.
Apps werden auf reale Nutzungsszenarien hin optimiert und die wichtigen Code-Bestandteile rücken dabei auf einer Prioritätenliste nach vorn. Der sogenannte Compiler kann diese wichtigeren Code-Bestandteile gezielt optimieren und effizienter anordnen. Problematisch: Derzeit konzentriert man sich nur auf die „Top 100 Apps“, also nicht auf die breite Masse oder gar auf Nischen.
Neue Optimierungen im Kern von Android, doch der Ansatz ist nicht weitreichend genug
Google verspricht dadurch schnellere App-Starts, eine generell flüssigere Bedienung, einen flotteren Wechsel zwischen Apps und schlussendlich soll auch die Akkulaufzeit davon profitieren können. Was der Endnutzer davon möglicherweise merkt, kann sich derzeit nicht sagen lassen und wahrscheinlich auch noch nicht wirklich messen lassen.
Derzeit werden diese AutoFDO-Optimierungen nur in zwei Kernel-Zweigen (android16-6.12 und android15-6.6) aktiv, ein größerer Rollout soll in Zukunft passieren. Langfristig sollen immer mehr Software-Bestandteile davon profitieren können, dazu gehören auch Hardware-Treiber für Kameras, Modems etc.
Und auch die Beschränkung der Datenerhebung auf Pixel-Smartphones in Laborumgebungen spiegelt nicht zwingend die Hardware-Vielfalt des gesamten Android-Ökosystems wider, was zu suboptimalen Ergebnissen auf Geräten mit anderen Chipsätzen führen könnte. Mediatek, Qualcomm und Co. bleiben hier außen vor.
