Google Pixel Tablet nach 3 Jahren im Test: Warum das Dockingstation-Konzept auch 2026 überzeugt

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Nach nun fast drei Jahren kann ich sagen: Das Google Pixel Tablet ist ein wirklich tolles Konzept, das leider nicht in eine neue Generation fließt. Inzwischen kann ich sogar verstehen, dass es eine neue Generation eigentlich gar nicht braucht.

Wir nutzen das Google Pixel Tablet jetzt seit Sommer 2023 – das sind dann bald drei Jahre. Tatsächlich hat sich am Anfang für mich gar nicht so richtig ergeben, welchen Use-Case ich beim Pixel Tablet im Alltag etablieren sollte, aber das hat sich dann mit der Zeit komplett von alleine eingeschlichen.

Das Pixel Tablet zeichnet sich dadurch aus, dass es ein recht simples 10-Zoll-Tablet ist, das weder auf Performance noch Gaming oder Ähnliches spezialisiert ist. Google hatte angeblich sogar Zubehör geplant, darunter einen Stift und ein Tastatur-Case, hat das aber alles gestrichen. Eigentlich kann man sagen: Das Pixel Tablet erschien und wurde danach nicht mehr weiter gepflegt, was Zubehör oder Hardware angeht, sondern halt wie jedes andere Pixel-Gerät einfach nur mit Updates versorgt. Ein paar neue Funktionen gibt es regelmäßig, aber grundsätzlich ist das Pixel Tablet heute mehr oder weniger dasselbe Gerät wie vor drei Jahren.

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Ist das schlecht? Nein. Das ist definitiv ein Gerät, das sich nicht ständig verändern muss und das es nicht ständig in einer neuen Generation geben muss. Nach fast drei Jahren können wir heute sagen: Das Pixel Tablet ist immer noch ein sehr gutes Android-Tablet für genau seinen Zweck, wenn man es zum Beispiel für die Smart-Home-Bedienung nutzt oder als Smart-Home-Monitor mit Fokus auf Streaming verwendet.

Vielseitige Nutzung im Alltag

Genau das tun wir übrigens im Alltag. Dabei haben wir das Pixel Tablet immer mal wieder im Rucksack und auf Reisen dabei, nutzen es aber ungefähr zu 50 % an der Dockingstation.

Wie benutze ich das Pixel Tablet? Das Gerät steht mit der Dockingstation (daran hält es magnetisch) bei mir auf dem Schreibtisch. Am Schreibtisch gucke ich allerdings keine Videos, während ich arbeite. Tatsächlich nutze ich das Pixel Tablet dort, um inklusive des Lautsprechers der Dockingstation etwas anzugucken, während ich auf dem Laufband bin und laufe. Eine andere Option ist, das Tablet auf dem Crosstrainer einzuspannen; auch dafür eignet es sich hervorragend.

Außerdem lasse ich darüber Musik für mein Training laufen, durch den Lautsprecher geht das für mich laut und intensiv genug.

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Unterwegs, in der Wohnung, auf Reisen oder mal bei den Großeltern ist das Pixel Tablet das Gerät meines Sohnes. Er schaut sich darauf etwas an oder wir drücken ihm das Tablet mit Kopfhörern in die Hand, damit er seine Hörbücher hören kann. Das nutzen wir übrigens auch in der Wohnung. Wir haben zwar überall Alexa-Lautsprecher, aber der ständige Wechsel zwischen den Räumen wäre unpraktisch. Also kann mein Sohn das Pixel Tablet nehmen und es in die Räume mitnehmen. Wenn er im Wohnzimmer spielt, kann er dort etwas hören, und wenn er zwischenzeitlich in sein Kinderzimmer wechselt, kann er dort nahtlos weiterhören, indem er das Tablet einfach mitnimmt.

Es gibt keine Mobilfunk-Variante, was uns aber nicht wirklich stört, denn Android-Geräte können untereinander über die „Dienste für mehrere Geräte“ automatisch einen Hotspot verwenden, zum Beispiel den des Smartphones mit demselben Google-Konto.

Internetfreigabe Dienste für mehrere Geräte

Dafür ist es echt cool, dass man Apps fixieren kann. Das heißt, eine App bleibt beständig geöffnet und der App-Wechsel kann nur stattfinden, wenn man die Bedienung des Tablets gezielt mit PIN-Freigabe wieder freischaltet. Aktuell ist das bei meinem fünfjährigen Sohn kein Thema, er probiert also nicht, auf eine andere App zu wechseln; er nutzt Spotify und hört darüber seine Hörbücher.

Hardware, Robustheit und Akku

So hat sich herauskristallisiert, dass wir das Pixel Tablet inzwischen täglich verwenden – und das im Mix: mal mein Sohn, mal ich, mal meine Frau. Meistens wandert das Gerät aber zwischen uns Männern hin und her. Grundsätzlich kann ich das Konzept heute viel besser verstehen, denn dafür ist es wirklich geeignet: Es ist ein cooles Multimedia-Tablet, das auch robust ist.

Es ist mir schon ein paar Mal runtergefallen, vom Tisch geknallt, aufs Laufband drauf und tatsächlich auch mal auf eine Hantel – es ist nicht defekt oder angeschlagen. Wirklich cool ist auch, dass es an einer länglichen Seite kleine Gummifüßchen integriert hat. Damit kann man das Tablet zum Beispiel in der Küche an die Arbeitsplatte anlehnen und es bleibt stehen, ohne wegzurutschen. Das sind kleine Punkte, die ziemlich cool sind.

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Was mich nach drei Jahren immer noch nervt, ist, dass die Einschalttaste leicht im Gehäuse versenkt ist und sich dadurch nicht so gut drücken lässt. Ansonsten: tolles Tablet. Auch wenn hier nur ein Tensor G2 Chipsatz verbaut ist, der schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist das Pixel Tablet kein Gerät, das ständig zu heiß wird. Auch der Akku hält echt lange durch und macht nie zu früh einen Knick. Klar, das Gerät könnte etwas schneller wieder aufladen, aber ehrlich gesagt haben wir nie die Situation, dass wir sagen: „Oh, jetzt ist das Tablet leer und wir müssen los“.

Software-Support und Fazit

Durch die gute Update-Pflege seitens Google kann ich davon ausgehen, dass das Pixel Tablet noch ein paar Jahre aktuell bleibt und weiterhin funktionieren wird. Für die Apps, die wir nutzen – YouTube, Spotify, Netflix, Disney+ und so weiter – ist dieses Gerät wirklich toll geeignet. Und ich muss sagen, ich finde den Lautsprecher in der Dockingstation immer noch wirklich gut für seine Größe. Das ist jetzt kein Amazon Echo Studio, aber schon auf einem guten Niveau und für unsere Szenarien zu Hause echt ausreichend.

Zum Nachfolger: Google selbst hat bislang nicht gesagt, dass es ein zweites Pixel Tablet geben wird. Man hat es nach dem Motto gesagt: „Hey, wir halten uns das offen. Wenn wir den Sinn sehen, eine neue Generation zu bringen, dann bringen wir sie“. Komisch ist jedoch, dass Google die erste Generation nicht mehr aktiv verkauft. Zumindest im Google Store ist sie aktuell nicht verfügbar. Es wird dort zwar noch zur UVP von 499 Euro gelistet, was meines Erachtens heute zu viel ist.

Das große Preisproblem: Bei einer Recherche konnte ich feststellen, dass das Pixel Tablet selbst gebraucht teilweise zum Neupreis über die Ladentheke geht oder sogar noch teurer. Neu gibt es das Gerät nicht mehr, das lässt die Preise im Zweitmarkt stabil halten oder teilweise sogar nach oben schießen. Wer hätte gedacht, dass ein Pixel-Gerät mal preisstabil ist?

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