Eigentlich ist AirDrop ein Apple-Produkt, doch inzwischen hat man das Gefühl, dass AirDrop auch irgendwie zu Android gehört. Nun kommen weitere Neuerungen.
Google hat vor wenigen Monaten damit angefangen, den AirDrop-Support für Android bereitzustellen. Es ging erst auf dem Pixel 10 los, dann wurde das Feature auf das Pixel 9 geliefert. Danach kündigte Google an, dass die AirDrop-Unterstützung auf Android auch andere Geräte erreichen wird.
Samsung bringt AirDrop-Support auf viele ältere Modelle
Samsung macht jetzt unter anderem den Anfang: AirDrop landet gerade per Update auf der Galaxy S26-Serie. Doch inzwischen sehen wir am Horizont nicht nur den Support für weitere ältere Modelle, sondern auch neue Funktionen. Samsung hat ganz klar im Fokus – das zeigt die aktuelle Software –, AirDrop demnächst auf das Galaxy S22, S23, S24 und S25 zu bringen.
Dabei ist natürlich die komplette Geräteserie gemeint. Wir gehen davon aus, dass auch das FE-Modell hier eingeschlossen ist. Derzeit ist die Funktion noch in der Entwicklung und nicht fertig. Sie ist zwar in der Beta von One UI 8.5 sichtbar und kann gestartet werden, scheint aber noch nicht so richtig zu funktionieren. Das sollte sich mit dem finalen Update freilich ändern.
Neue Funktionen: Tab to share und digitale Visitenkarten
Google ist derweil dran, Quick Share bzw. AirDrop auf Android mit weiteren Funktionen zu erweitern. Entdeckt werden konnte in den Quellcodes bereits eine Funktion namens „Tap to share“, die den Datenaustausch durch das bloße Aneinanderhalten zweier Android-Smartphones ermöglichen soll.
Noch ist es so, dass man eine Datei auswählt, diese über Quick Share teilt und der Empfänger Quick Share als empfangsbereit auf seinem Smartphone aktivieren muss. Dann sieht man den anderen Kontakt und kann die Datei senden. Das neue „Tap to share“ macht das Ganze etwas anders: Hier wählt man die Datei aus und hält die Smartphones aneinander.
Die Geräte können durch die NFC-Funkmodule feststellen, dass sie nah beieinander sind und dass die Quick-Share-Verbindung quasi aufgebaut werden soll. Das ist keine exklusive Idee von Google; das gab es früher schon mal mit verschiedenen Android-Apps, bevor Nearby Share und Quick Share überhaupt ein Thema gewesen sind. Wir kennen das so ähnlich auch von Apple.
Android kopiert „NameDrop“ von Apple
Und ja, man wird von Apple auch „NameDrop“ kopieren. Das bedeutet, man kann in der iPhone-Welt zwei iPhones aneinanderschalten und so eine digitale Visitenkarte miteinander austauschen. Das wird Android ebenfalls ermöglichen. Derzeit heißt der Dienst noch „Gesture Exchange“.
Das ist alles noch in Entwicklung und nicht fertig. Es wird noch eine Weile dauern, bis es integriert wird. Wir können aber davon ausgehen, dass all das demnächst mit den Google Play Dienste-Updates auf die Android-Geräte kommt. Eine neue oder spezielle Android-Version wird es dafür nicht benötigen, das macht die Bereitstellung außerdem unabhängig von den Smartphone-Herstellern.
