Honor scheint der nächste Hersteller zu sein, der mit Werbeanzeigen in den eigenen Apps die Geräte nach dem Verkauf monetisieren will. Das System kommt jetzt in der EU an.
Derzeit scheint die Wetter-App von Honor neue Nutzungsbedingungen auszuliefern und Nutzer müssen sie akzeptieren, um weiterhin die App verwenden zu können. Neu sind Veränderungen rund um die Privatsphäre, worin Honor „Added Advertising content“ erwähnt.
Oder in anderen Worten: Honor räumt sich mit den neuen Nutzungsbedingungen das Recht ein, innerhalb der eigenen Wetter-App demnächst Werbung anzeigen zu können. Als einer der größten Smartphone-Hersteller in Europa ein kontroverser Schritt. Xiaomi als Nummer 3 ging hier jedoch schon Jahre vorher voran.
Werbung sogar im Vollbild
Was wirklich übel ist: Honor setzt nicht allein auf nahtlos in den Feed integrierte Werbeanzeigen, sondern zeigt auch Vollbild-Werbung. Rechts oben gibt es dann eine Taste, um zur App zurückkehren zu können.

Andere Nutzer bestätigen das in den Kommentaren und mit anderen Beiträgen auf Plattformen wie Reddit. „Ja, mir fallen seit etwa einem Monat Anzeigen in der Wetter-App auf“, heißt es dort unter anderem.
Das Urteil anderer sieht noch etwas drastischer aus: „Wenn ich gewusst hätte, dass ich auch in MagicOS Werbung sehen würde (denn als ich es gekauft habe, gab es keine), hätte ich mich einfach für Xiaomi entschieden… Ich fühle mich betrogen.“
Einige Nutzer finden Werbung auf günstigeren Modellen okay
Wiederum machen einige den Unterschied zwischen Flaggschiff und Einsteiger-Smartphone auf. Bei einem 200 Euro Modell wären Werbeanzeigen leichter zu verkraften als bei einem Flaggschiff für 1.000 Euro oder mehr. Ein guter Punkt, oder?
Ich glaube, wenn das Feedback der Kunden negativ und laut genug ist, könnte Honor seine Entscheidung noch rückgängig machen. Das hat zumindest bei Nothing auch funktioniert, das Start-Up zog seine Werbepläne relativ flott zurück.
