Matter ist einer der neuen Standards für das Smarthome und das Protokoll macht viele Geräte miteinander kompatibel. Selbst IKEA hat das eigene Smarthome-Portfolio inzwischen komplett erweitert und bietet Matter-fähige Geräte jetzt schon für unter 5 Euro an. Die Enttäuschung könnte dann aber kommen, wenn man die Geräte einrichten will.
Das liegt jedoch nicht an Matter, nicht an IKEA, sondern an Google Home. Seit ein paar Monaten liegt der große Fokus auf der KI, das Sprachmodell von Google Gemini übernimmt in der Home-App und ersetzt Google Assistant als Sprachassistenten. Nutzer kreiden dem Konzern an, die Prioritäten falsch zu setzen, denn es gibt immer noch Probleme bei einfachsten Smarthome-Funktionen.
Google Home unterstützt gängige Matter-Hardware nicht vollständig
Google Home würde wohl immer noch nicht Generic Switch- oder Button-Events für das Matter-Protokoll unterstützen, somit werden die neuen IKEA-Smarthome-Geräte teilweise nicht oder nicht vollständig unterstützt. Die Software erkennt die entsprechenden Geräte zwar, zeigt sie jedoch nur als nicht unterstützte Symbole an, die nicht auf Eingaben reagieren.
Das große Problem für Nutzer und Kunden: Die Hardware-Basis, wie der Google Streamer und die IKEA BILRESA-Taster, ist technisch bereit für eine nahtlose Zusammenarbeit über den Matter-Standard, doch die Software kann es nicht. Kunden bezeichnen das Google Home-Angebot im Bezug auf Matter daher zumindest in Teilen als „faktisch unbrauchbar“.
Home Assistant als Ausweg
Die Vernachlässigung wichtiger Software-Funktionen durch einen Technologiegiganten wie Google sorgt für massive Frustration bei den Anwendern, wie man z.B. in Netzwerken wie reddit lesen kann. Der Umstieg auf ein anderes System wird daher von einigen enttäuschten Nutzern in Betracht gezogen, allerdings müsse man sich dann wieder neue Hardware (Smarthome-Hub) anschaffen.
Einige Nutzer schwören hingegen auf eine „Zwischenlösung“ mit Home Assistant, die ohnehin deutlich mehr kann: „So funktioniert es. Google Home ist jetzt einfach mein Router-Netzwerk, und Home Assistant erledigt alle meine Automatisierungen.“
Es ist einfach großer Mist, wenn die Software nicht stimmt. Dabei hatte Google zuletzt nicht gerade den Eindruck gemacht, Google Home zu vernachlässigen, immerhin kommt 2026 sogar erstmals mit dem Google Home Speaker wieder neue eigene Hardware in den Markt. Allerdings sollte Google aufpassen, mit Gemini nicht eine glänzende Fassade aufzubauen, die dann nur enttäuschte Kunden hinterlässt.
