In den vergangenen Monaten gab es für Google Fotos einige Neuerungen, dazu gehörte zum Beispiel der Komplettumbau der Android-App. Vollständig entfernt ist das Hauptmenü an der linken Bildschirmseite, so ist es auch demnächst in anderen Google-Apps. Im Zuge dessen folgten weitere neue Funktionen und anderweitige Veränderungen, die aber nicht alle restlos für gute Laune bei den Nutzern der App sorgten. Wir dröseln auf, was sich bei Google Fotos in den letzten 365 Tagen getan hat.

Google setzt neue App-Struktur um

Der erwähnte App-Umbau erfolgte etwas früher dieses Jahr – inklusive eines neuen App-Logos. Basis der neuen Android-App sind Tabs am unteren Bildschirmrand, zu den Einstellungen kommt über ihr das Profilbild rechts oben. Ein nur schwer zu öffnendes Hauptmenü am linken Bildschirmrand gibt es nicht mehr. Endlich! Die einzelnen Tabs haben sich teilweise geändert, heißen jetzt anders und sind zumindest in einzelnen Teilen umstrukturiert.

Umbau für den Fotoeditor mit neuen Funktionen

Der Editor für Fotos hat neue und größere Tasten bekommen, ist damit deutlich übersichtlicher geworden und ähnelt außerdem mehr dem Look der Google Kamera. Zugleich integrierte Google neue Funktionen wie neue Dynamik-Filter, Stummschalten von Videos und das veränderbare Porträtlicht (Pixel-only). Das trotzdem relative rudimentäre Bearbeiten der Fotos macht jetzt ne ganze Ecke mehr Spaß und geht leichter von der Hand. Oftmals reichen schon die automatischen Vorschläge.

Darauf haben Nutzer jahrelang gewartet: Kartenfunktion mit Zeitleiste

Google hatte es ewig nicht hinbekommen, seine mobilen Apps für Karten und Fotos enger zu verknüpfen. Mit dem Komplettumbau sollte das endlich anders werden. Seither gibt es Google Fotos eine Übersichtskarte für unsere Fotos mit Standortdaten. Vor dem Jahreswechsel kam außerdem die Zeitleiste hinzu, die wir vorher auch nur aus Google Maps kannten.

Einen weiteren Querschnitt beider Google-Dienste gab es in Form der personalisierten Zeitreisen, die mit unseren Fotos jetzt in Google Maps verfügbar sind.

Mehr Highlights, neue Effekte

Google möchte immer gut darin sein, dem Nutzer möglichst viele Dinge automatisch empfehlen zu können. Deshalb gibt es neben den klassischen Erinnerungen in Google Fotos jetzt auch mehr Highlights. Außerdem sollen Erinnerungen zukünftig häufiger in spezielle Kategorien aufgeteilt werden. Das können Erinnerungen an tolle Menschen sein, aber auch an bestimmte Momente, Orte oder Aktivitäten.

Ganz neu hinzugekommen war zuletzt der automatische Filmfoto-Effekt, welcher aus stillen Porträts ziemlich coole Fotos mit Tiefe zaubern kann.

Teilenmenü, Live-Wallpaper, Google Pay, Sicherung der WhatsApp-Aufnahmen

Viel Kritik hatte es häufig für das Teilenmenü gegeben, denn das von Google Fotos unterscheidet sich zum Menü des restlichen Android-Systems. Im Laufe des Jahres reagierte Google und justierte nach, zufrieden waren wir damit aber immer noch nicht. Mehr Freude hat uns der neue Live Wallpaper beschert, der automatisch unsere Highlights auf den Homescreen-Hintergrund zaubert.

Leider noch nicht in Deutschland verfügbar sind die automatischen Fotolieferungen unserer Highlights für rund 7 Dollar je Monat. Das gilt auch für die Integration des neuen Google Pay, welches auf Wunsch automatisch Rechnungen und ähnliche Dokumente in Google Fotos erkennen und analysieren kann.

Google war außerdem abgerückt davon, unsere Fotos aus Messenger-Apps automatisch in die Cloud zu laden. Hierfür müssen Nutzern seither manuell nachhelfen, aber die notwendige Einrichtung ist letztlich nur einmalig.

Lässt die Laune sinken: Backup & Sync zukünftig kostenpflichtig, auch Funktionen des Fotoeditors

Im Laufe des Jahres war erst durch Leaks und etwas später offiziell bekannt geworden, dass einige Funktionen in Google Fotos zukünftig nur noch mit Abonnement bei Google One nutzbar sind. Das gilt einerseits für die Sicherung unserer Fotos in der Cloud, andererseits auch für einzelne Effekte im Fotoeditor. Die ersten Veränderungen dahingehend sind im kommenden Jahr aktiv, Google One gibt es aber bereit ab 1,99 Euro.

Ein paar weitere kleine Veränderungen hat es mit Sicherheit gegeben, das waren die in unseren Augen wichtigsten.

Denny Fischer

Gründer und amtierender Chef von SmartDroid.de, bloggt hier und nur hier seit 2008. Alle Anfragen an mich, in den Kommentaren oder über die verlinkten Netzwerke.

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