Milliarden-Sparplan geleakt: VW streicht 600 Millionen Euro bei den Personalkosten

VW Seat CUPRA Skoda Hero

Volkswagen steht als Konzern noch immer auf wackeligen Beinen, denn die Werke sind nicht ausgelastet, der China-Neustart muss unbedingt gelingen und es braucht viele Abnehmer der neuen Elektroautos für eine hohe Auslastung umgerüsteter Werke. Außerdem geht es darum, durch neue Strukturen mehr Effizienz zu erreichen und die Kosten zu reduzieren.

Nun wird klar, dass man für Europa auch eine neue Strategie in den nächsten vier Jahren umsetzen möchte. Dabei sollen insbesondere die Core-Marken noch deutlich stärker miteinander „verschmelzen“. Skoda, Cupra/Seat und VW machen nicht mehr jeder sein Ding für sich, stattdessen werden sich bei den Volumenmarken immer mehr Fahrzeugplattformen geteilt.

2026 beginnt das ganze Vorhaben mit der neuen Electric Urban Car Family – mehr als fünf neue Stromer von drei verschiedenen Marken und alle haben denselben Kern. Sie kommen dann auch noch aus den gleichen Werken und sogar vom selben Band. Ähnlich geht man schon in Zwickau vor, wo verschiedene Elektroautos der Marken gebaut werden.

Personal macht den größten Faktor aus

Volkswagen plant innerhalb der Markengruppe Brand Group Core bis zum Jahr 2030 Einsparungen in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro im Bereich der Produktion. Von der Gesamtsumme sollen 600 Millionen Euro durch Maßnahmen beim Personal und weitere 400 Millionen Euro direkt in der Fertigung realisiert werden – berichtet Automobilwoche aus Konzernkreisen.

Ein entscheidender Unterschied ist zukünftig auch das Management der Werke. Das übernehmen nicht mehr die Marken selbst, stattdessen gibt es eine zentrale Steuerung der Werke über fünf neu definierte Weltregionen. Zu diesen Regionen gehören Mitteleuropa mit Deutschland, die Iberische Halbinsel, Osteuropa/Indien sowie Nord- und Südamerika.

VW muss weiterhin aufräumen

VW hat immer noch großer Herausforderung darin, die übrig gebliebene Marge zu retten und dann sukzessive wieder auszubauen. Man muss mit weniger Autoverkäufen leben, daraus aber wieder mehr Kapital schlagen können. Ohne umfassende Restrukturierungen in den Werken, im Management und in der Konzernstruktur, wäre das nicht zu schaffen. Personal ist leider besonders teuer.

Ich denke jedoch, dass es durch die letzten Jahre absehbar war, dass VW weiterhin drastisch Kosten reduzieren muss und zu welchen Lasten das passiert. Nun gilt abzuwarten, was die nächste Planungsrunde bringt, die im vergangenen November abgesagt wurde.

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