Neues Elektro-SUV MG S6 EV startet in Deutschland: Die Details zu Reichweite, Technik und Preis

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MG S6 EV – das ist der nicht so leichtgängige Name für das neueste Elektro-SUV von MG, das jetzt auch nach Deutschland kommt. Das Fahrzeug ist durchaus gefährlich für die Vorherrschaft von VW, Skoda und Co, denn die technischen Daten sind zumindest teilweise wirklich gut. Ein großer Vorteil ist auf jeden Fall, dass man hier eine 77-kWh-Batterie anbietet und das sogar mit teurer NMC-Zellchemie.

Technische Daten und Reichweite

Die Grundversion hat einen Hinterradantrieb mit 245 PS und schafft eine WLTP-Reichweite von 530 km. Das ist absolut in Ordnung, wobei der kombinierte Verbrauch mit 16,6 kWh auf 100 Kilometer jetzt nicht gerade super effizient ist, bedenkt man, dass in der Realität der Verbrauch noch eine ganze Ecke höher sein wird.

Mit dem Allrad wird man noch weniger Reichweite haben, denn der liefert immerhin 362 PS und 540 Newtonmeter. Da geht also ordentlich was vorwärts für das 4,70 m lange SUV, aber die Reichweite liegt dann bei nur noch 458 km nach WLTP. In der Realität dürfte die Reichweite vermutlich unter 400 Kilometer fallen und im Winter könnten sogar 300 km echt knapp werden.

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Ladegeschwindigkeit im Vergleich

Echt knapp kann einem auch die Zeit im Alltag werden, wenn man DC lädt, denn das Schnellladen beim MG S6 EV ist mit maximal 144 kW Spitzenleistung nicht gerade der modernste Standard. Okay, da ist VW jetzt auch nicht so viel besser, aber MG gibt außerdem an, dass das Fahrzeug in 38 Minuten von 10 auf 80 % geladen ist. Puh, das sind viele Espresso an der Raststätte.

Das heißt, die gesamte Ladekurve scheint nicht wirklich gut zu sein. Das macht dann echt keinen Spaß auf der Langstrecke, wenn man so lange laden muss. Zum Vergleich: Mein persönlicher Ioniq 5, den ich aktuell fahre und der eine 800-Volt-Architektur bietet, schafft die Ladung von 10 auf 80 % tatsächlich in der Realität in 20 Minuten – genauer gesagt in 18 Minuten. Das ist dann schon ein Riesenunterschied, auch wenn der MG etwas günstiger ist.

Ausstattung und Innenraum

674 Liter Kofferraum sind dafür nicht von schlechten Eltern und ansonsten ist der MG auch aktuell ausgestattet. Das bedeutet, es gibt zwei große Bildschirme vorn, ein Head-up-Display, ein Panorama-Glasdach, ein elektronisches Rollo für das Glasdach und ein Soundsystem mit 11 Lautsprechern.

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Die Sitze vorne sind belüftbar und beheizbar, sogar die Sitze hinten sind beheizbar und das Lenkrad natürlich auch. Unterstützung gibt es außerdem für die aktuellen Systeme von Apple und Google, also CarPlay und Android Auto. Den Bildern nach zu urteilen mangelt es aber auch nicht an direkt integrierten Apps für Spotify, YouTube und Co.

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Fahreindruck und Preisgestaltung

Ob der MG allerdings mit den aktuellen Topmodellen am Markt mithalten kann, ist eine andere Frage. Die ersten Fahreindrücke sind so, dass das Fahrwerk bei niedrigen Geschwindigkeiten und kürzeren Stößen oder Unebenheiten nicht so schön reagiert bzw. recht viel an die Insassen weitergibt. Ansonsten ist das Fahrzeug eigentlich auf entspanntes Reisen ausgelegt und kann mit einer recht guten Geräuschdämmung überzeugen. Im Innenraum ist eine gewisse Wertigkeit zu erkennen.

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Auch das One-Pedal-Driving ist hier schon möglich, was VW jetzt auch gerade überall bei seinen Elektroautos einführt. Grundsätzlich ist MG nicht so billig, wie man das vielleicht vermuten mag. Die chinesisch geführte britische Automarke will für den MG S6 EV nämlich mindestens 50.000 Euro haben. Beim Allrad sind es mindestens 54.000 Euro, wobei MG auf die klassische Aufpreisliste verzichtet und in Deutschland zunächst ausschließlich die Luxury Line anbietet.

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