Es ist jetzt schon deutlich über ein Jahr her, da sorgte ein Leak rund um den Pixel 11-Chipsatz für Aufsehen. Nun kann wenigstens ein Detail bestätigt werden, der Tensor G6-Chipsatz enthüllt seine ersten Details in einem Benchmark. Das passt ins Zeitfenster, die Pixel 11-Serie wird in weniger als einem Jahr präsentiert.
Es ist schon fast ungewöhnlich, dass wir bislang noch keinen Leak-Hagel bekommen haben, es ist um die Pixel 11-Baureihe bislang eher ruhig. In einem Benchmark zeigt sich jetzt jedoch ein neuer Google-Chip, der sofort eine Auffälligkeit offenbart. Man bietet hier nicht 10, 9 oder 8 Kerne an, der Tensor G6 soll nur noch 7 Prozessorkerne integriert haben. Was ein Leak 2024 ankündigte, bestätigt sich damit.
Ein potenzieller Kritikpunkt an dieser Stelle: Google spart hier nicht für den Nutzer oder Kunden, sondern für die eigene Marge. Ein Kern weniger bedeutet eine kleinere Chip-Fläche (Die-Size) und damit geringere Produktionskosten bei TSMC.
Leistung könnte enttäuschend sein
Google hat bislang mit seinen Pixel-Chips mehrere Probleme gehabt. Sie waren leistungstechnisch nicht gerade auf einem hohen Level, aber vor allem die Akkulaufzeit der Pixel-Geräte war bislang nur durchschnitt oder eigentlich sogar darunter. Ganz zu schweigen von der Wärmeentwicklung. Der harte Fakt: Wer viel Akku oder Leistung will, der greift nicht zu einem Google-Handy, auch nicht 2026.
Mit der zweiten Generation des wirklich eigenen Chips, der nun bei TSMC gefertigt wird, kann Google einen weiteren Teil seiner Pläne angehen. Schon damals enthüllten interne Dokumente, dass man sich der Probleme bei Stromverbrauch und Hitzeentwicklung bewusst ist. Dafür stellt man womöglich andere wichtige Punkte hinten an.
Veraltete GPU ein Knackpunkt
Was wir heute noch nicht wissen: Kommt wirklich eine alte GPU zum Einsatz? Angeblich, so der damalige Leak, will Google auf eine deutlich ältere Grafikeinheit setzen. Die käme etwa ohne modernes Raytracing (Simulation von Licht, Spiegelungen, Schatten), dadurch wurde Google deutlich zurückfallen. In diesem Bereich riskiert Google einen großen Rückschritt, für den Kunden keinen Premium-Preis zahlen wollen. Geekbench gibt aber keine Auskunft zur GPU.
Geht Google diese ganzen Schritte, wonach es aussieht, dann sind die Pixel 11-Geräte gut für den Alltag mit simplen Apps und sicherlich wird eine leistungsstarke NPU für KI integriert sein. Power-User müssen sich jedoch anderswo umgucken, da klingen die bislang bekannten Details nicht nach dem Preisbereich, indem sich Google Pixel bereits befindet.
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