Im Vorfeld wurde bekannt, dass im Samsung Galaxy S26 Ultra angeblich ein Bildschirm mit 10-Bit-Technologie steckt, doch inzwischen rudert man zurück und es sind offiziell nur 8-Bit. Inzwischen löst das weitreichende Diskussionen darüber aus, ob das Ultra-Smartphone deshalb nicht einfach zu teuer ist.
Marketing-Feature statt echter Überlegenheit
Viele sind sich einig darüber, dass 99 Prozent der Kunden und Nutzer den Unterschied von 8-Bit zu 10-Bit im Alltag überhaupt nicht sehen würden. Sie kennen den Unterschied gar nicht. Auf der anderen Seite der Diskussion stehen jedoch die, die beim Ultra-Flaggschiff das beste Verhältnis aus Preis und Leistung erwarten.
Erneut wird Samsung vorgeworfen, dass der Hersteller aus Kostengründen spart. Statt die bestmögliche Qualität zu liefern, wird auf werbewirksame Neuerungen wie das Privacy-Display gesetzt. Samsung sei im Hintergrund auch nicht transparent gewesen, weswegen es überhaupt erst dazu kam, dass im S26 Ultra ein 10-Bit-Bildschirm vermutet und von Medien kommuniziert wurde.

Alle dachten, Samsung hätte mal einen technischen Sprung gemacht, doch das ist nicht passiert.
Ein Mangel an Bildqualität
Ist das ein sichtbarer Unterschied, wenn das Display lediglich 8-Bit-fähig ist? Theoretisch ja, insbesondere die Übergänge (mehr Abstufungen je Farbkanal) zwischen Farben könnten durch 10-Bit viel genauer sein, denn es kann exakt 64-mal mehr Farben darstellen. Insbesondere feine Farbverläufe mit „unendlich“ vielen Farbnuancen würden bei 10-Bit besser aussehen.
Auch bei hoher Filmqualität (HDR10, Dolby Vision) fehlt dem Galaxy S26 Ultra die native Unterstützung für 10-Bit oder gar 12-Bit. Um das zu kaschieren, kommt „Frame Rate Control“ zum Einsatz. Dabei wechseln die Pixel extrem schnell zwischen zwei benachbarten Farben hin und her, es wird eine weitere Farbe vorgegaukelt, die das Gerät eigentlich gar nicht darstellt.
Samsung ist aber nicht allein. Google setzt auf 8-Bit, kaschiert es aber mit dem Marketingtrick. Eine andere Berechnung führt hier zu „24-Bit“, weil man 8-Bit je Farbkanal berechnet (Rot, Grün, Blau). Unterm Strich sind es trotzdem „nur“ die klassischen 16,7 Millionen Farben handelsüblicher Displays.
