Samsung hat dem Flaggschiff Galaxy S26 Ultra nur kleine Veränderungen bei der Kamera spendiert, im DXOMARK zeigen sich deshalb auch nur kleine Fortschritte.
Generell ist die Kritik bei Samsung, dass der Hersteller schon länger nichts mehr an der Kamera gemacht hat, statt neuer Hardware liegt der Fokus auf KI-Software. Der entscheidende Unterschied in diesem Jahr ist bei der 200 MP starken Hauptkamera eine größere Blende, die mehr Licht auf den Bildsensor lässt.
S26 Ultra: Größere Blende lässt mehr Licht auf den Sensor
Besonders die größere Blende zeigt sich positiv, notiert DXOMARK im neuesten Test. Die Leistung bei schwachem Licht wurde durch die größere Blendenöffnung und eine verfeinerte Bildverarbeitung bei Texturen und Rauschen spürbar verbessert. Samsung bietet einen weiten Dynamikumfang und der Weißabgleich ist zeigt sich zuverlässig.
Der Bokeh-Effekt überzeugt beim Porträt und das Signal-Rausch-Verhältnis konnte für kontrastreiche Szenen ebenfalls optimiert werden. Freude soll auch der Makromodus machen, feine Details sind hier sehr gut erkennbar. Schwächen bleiben bei Porträts unter schlechten Lichtbedingungen sichtbar, außerdem bei Aufnahmen in Innenräumen.
Samsung kann nicht zur Konkurrenz aufschließen
In vielen Bereichen bleibt das neue Samsung-Flaggschiff trotz der Verbesserungen hinter den Topmodellen der Konkurrenten zurück. Das ist vor allem dem Bildsensor geschuldet, der lediglich mit hoher Auflösung glänzt, aber nicht mit wahrer Sensorgröße. Bemängelt werden weiterhin Instabilitäten bei Belichtung und Farbe.
Große Fortschritte gäbe es noch beim Zoom. Hier überzeugen eine verbesserte Rauschkontrolle, eine besser Farbwiedergabe, der bessere Weißabgleich und genauere Töne in natürlichen Szenen.
Die Vorteile:
- Guter Weißabgleich unter den meisten Bedingungen
- Großer Dynamikbereich
- Ziemlich effektive Videostabilisierung
- Hoher Detailgrad in Makrofotos
Die Nachteile:
- Belichtungs- und Farbinstabilitäten unter verschiedenen Bedingungen
- Hintergrundgeräusche bei Porträts in Innenräumen und bei schwachem Licht
- Verlust feiner Gesichtsdetails in realen Szenen
- Leichte Bildverschiebungen bei kleinen Schwenks im Video
DXOMARK bestätigt mit dem Test, was die technischen Daten im Vorfeld schon vermuten ließen. Es sind Verbesserungen sichtbar im Alltag, aber das Kamera-Setup hängt technisch einfach zurück. Konkurrenten wie Xiaomi betonen, dass sie gegenüber Samsung deutlich mehr darauf aus sind, weiterhin die Grenzen der Hardware auszuloten und das sieht man unterm Strich.
