Google testet für Chrome 148 eine Erweiterung der Lazy-Loading-Funktion auf Video- und Audio-Elemente. Das Update soll Mitte April erscheinen und könnte den Seitenaufbau im Alltag spürbar beschleunigen.
Wenn ihr eine Webseite aufruft, lädt der Browser normalerweise alle Inhalte auf einmal, auch solche, die weit unten auf der Seite liegen und erst nach dem Scrollen sichtbar werden. Auf medienreichen Seiten mit eingebetteten Videos oder Audiodateien kann das den Seitenaufbau deutlich ausbremsen und unnötig Datenvolumen verbrauchen. Lazy Loading löst dieses Problem, indem der Browser solche Elemente erst dann lädt, wenn sie in die Nähe des sichtbaren Bereichs rücken. Für Bilder und iFrames gibt es diese Funktion in Chrome bereits seit 2019.
Video- und Audio-Elemente waren davon bisher ausgenommen. Webentwickler mussten auf eigene JavaScript-Lösungen zurückgreifen, um deren Laden zu verzögern. Mit Chrome 148 genügt stattdessen das HTML-Attribut loading="lazy", das bereits von Bildern bekannt ist. Der Browser kann dann netzwerkabhängig entscheiden, wann er die Mediendateien tatsächlich abruft.
Auf YouTube-Einbettungen hat das keinen Einfluss, denn diese werden als iFrames geladen und profitieren bereits vom bestehenden Lazy Loading. Die Neuerung betrifft nativ eingebettete Video- und Audiodateien, die auf Webseiten seltener vorkommen, aber gerade auf Nachrichtenseiten oder Portfolios durchaus verbreitet sind. Hier könnt ihr euch eine Demo der Funktion ansehen.
Die Funktion soll auf Desktop, Android und iOS für alle aktiviert werden. Auch andere Chromium-basierte Browser wie Microsoft Edge und Vivaldi sollen sie übernehmen.
