Starker Schritt gegen Werbung: Darauf hoffen viele YouTube-Nutzer

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YouTube hat, wie viele andere Dienste und Angebote im Internet auch, eine kostenlose und mit Werbung gestützte Basisversion. Allerdings hat man auch bei YouTube in den letzten Jahren stark ausgereizt, wie die Werbung auf der Plattform gestaltet ist. Das missfällt nicht nur Nutzern, sondern auch dem Verbraucherschutz.

Die ersten Länder gehen daher jetzt mit „gutem“ Beispiel voran und legen Google in Ketten, was die Ausgestaltung der Werbeformate angeht. Ausgerechnet Vietnam, wo sich Google gerade alles neu aufbaut, um dort die Pixel-Smartphones entwickeln und fertigen zu können, macht Google bei den YouTube-Werbeformaten nun einen Strich durch die Rechnung.

Nutzer dürfen nicht mehr gezwungen sein, Werbung eine bestimmte Zeit konsumieren zu müssen

Doch die Einschnitte sind nicht groß oder drastisch, zumindest nicht für den Nutzer, denn generell bleibt Werbung in den bisherigen Formaten erlaubt. Aber zukünftig müssen Videoanzeigen und bewegte Bildsequenzen nach spätestens fünf Sekunden übersprungen werden können. Plattformen dürfen Nutzer nicht mehr dazu zwingen, längere Werbespots (bisher oft 7 bis 30 Sekunden) vollständig anzusehen.

Auch bei statischen Bildanzeigen gibt es eine neue Regelung. Hier dürfen keine Wartezeit mehr vorgeschrieben werden, bevor die Anzeigen geschlossen werden können. Bei Pop-up-Anzeigen bzw., sogenannten Interstitials, die Bildschirminhalte verdecken, kommen ebenfalls neue Regeln hinzu: Sie dürfen keine gefälschten oder irreführenden Schließ-Buttons mehr verwenden und das Schließen einer Anzeige muss durch eine einzige Aktion möglich sein.

Diese Veränderungen betreffen nicht allein Google oder YouTube, sondern den gesamten Markt. Das ist schon ein spannender Schritt, weil es derartige Einschnitte bei uns bislang nicht mal annähernd gegeben hat, hier hat man nur versucht mit Cookie-Bannern irgendwas zu erreichen, aber am Ende sind nur alle genervt.

Werbung ist auch bei Bezahldiensten längst fester Bestandteil

Früher war Werbung mal dazu da, kostenlose Angebote finanzieren zu können. Bei uns ist das auch immer noch der Fall. Aber nun hat Werbung auch bei Bezahldiensten übernommen, gerade die Streaming-Dienste können jetzt Abopreise und Werbeeinkünfte miteinander kombinieren, durch niedrigere Einstiegspreise jedoch auch deutlich mehr Kunden gewinnen.

Bei YouTube gibt es den Sonderfall, dass die Plattform generell kostenlos, aber die Werbung hier stark gemischt ist. Es gibt einerseits die Werbung der Plattform selbst und zusätzlich die Produktplatzierungen direkt in den Videos der Creator. Und wer sich YouTube Premium holt, muss weiterhin mit der Werbung in den Videos leben.

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