Tesla verkauft seit vielen Jahren eine Mogelpackung, ein Versprechen in die Zukunft. Aber man mag es kaum glauben, 2026 soll das Jahr für Full Self Driving in Europa werden.
Wie das Unternehmen in einer neuen Mitteilung bekannt macht, befinde man sich in Europa in einer finalen Testphase bzw. habe diese kürzlich abgeschlossen. Tesla habe alle Unterlagen für die UN R-171-Zulassung eingereicht und eine Genehmigung für die Niederlande erwarte man für April 2026, nachdem der „ursprüngliche Termin“ im März geplatzt ist.
Tatsächlich erzählt uns Tesla jetzt schon seit Jahren von Terminen, hat bislang nur nie tatsächlich einen halten können. Das läge unter anderem an den deutlich größeren regulatorischen Hürden in Europa. Was auch gut ist, denn die Zweifel am kamerabasierten System sind weiterhin groß. Bei meiner letzten Testfahrt mit dem Model Y sind innerhalb einer Woche mehrmals Kameras nicht verfügbar gewesen.
Wenn die Niederlande ihr Go gibt, kommt es zur EU-weiten Zulassung
Tesla plant in Europa (diesmal Sommer 2026) zunächst die Einführung von Supervised. Das Fahrzeug fährt selbst, aber die volle Verantwortung liegt beim Fahrer, der hinter dem Steuer „voll dabei“ sein muss. Echtes autonomes Fahren ist das nicht, aber die eine oder andere Pendelstrecke könnte damit deutlich angenehmer werden. Es bleibt ein Widerspruch zum Funktionsnamen „Full Self Driving“.
Tesla gibt für den Start mal wieder Prognosen ab. Sicherlich auch, um Behörden unter Druck zu setzen, die sich davon bislang jedoch wenig beeindruckt zeigen.
In den vergangenen 18 Monaten umfasste dieser Zulassungsprozess eine Reihe intensiver Dokumentations-, Entwicklungs-, Test-, Forschungs- und Prüfungsarbeiten. Dazu gehören unter anderem:
– Mehr als 1.600.000 km FSD-Tests (überwacht) auf EU-Straßen
– Mehr als 13.000 begleitete Kunden im Außendienst
– Mehr als 4.500 Test-Szenarien auf der Rennstrecke ausgeführt
– Tausende Seiten schriftlicher Dokumentation für über 400 Compliance-Anforderungen
– Dutzende Forschungsstudien zur Sicherheitsleistung/-ergebnisse
