VW: 2 Millionen Elektroautos bis 2026 verkauft – ID. Polo soll jetzt regeln

VW ID.3 Hero

Volkswagen hat zwei Millionen Elektroautos verkauft. Die als Meilenstein vermarktete Zahl muss jedoch kritisch betrachtet werden, denn aufstrebende Hersteller wie Xiaomi und BYD wachsen schnell.

Klingt ja erst mal gut, was uns VW da mitteilt. Oder? Ist eine große Zahl. Aber die Wahrheit sieht meines Erachtens etwas anders aus. Volkswagen, immerhin seit Ewigkeiten einer der Top 3 Autohersteller der Welt, hat mit einem recht breiten Portfolio sehr lange gebraucht, um die Zahl von zwei Millionen Elektroautos zu erreichen.

Xiaomi, BYD und Co. üben zunehmend Druck aus

Guckt euch im Vergleich mal Xiaomi an, die 2024 mit einem einzigen Elektroauto gestartet sind und heute mit lediglich zwei Modellen bereits bei über 600.000 Einheiten stehen. Xiaomi ist im Vergleich mit Volkswagen ein Baby-Konzern, der gerade 16 Jahre ist und erst seit zwei Jahren im Automarkt aktiv, das sogar bis zum aktuellen Zeitpunkt nur in China.

BYD, im Vergleich zu VW ebenfalls eine junge Marke und im Westen gerade erst als Autohersteller gestartet, hat sogar schon mehr Stromer als VW gekauft. Was ich daraus ableiten will: VW hat als über Jahrzehnte weltweit bekannte und beliebte Marke, die auch in China lange Zeit erfolgreich gewesen ist, mit seinen Elektroautos erst mal nicht ins Schwarze getroffen.

Zumindest in Europa ist Volkswagen jedoch von Segmenten abhängig, die man bislang noch gar nicht bedient. Die große Hoffnung für den Durchbruch liegt ganz klar beim ID. Polo und auch beim ID. Cross, die beide noch dieses Jahr starten und für unter 30.000 Euro zu haben sein werden. Diese Modelle müssen funktionieren, bevor BYD durchstartet und den Kunden vielleicht besser abholt.

VW ID. Polo Schnelllader

Kunden blicken optimistisch in die Zukunft

Blickt man in die Stimmung der Leute, dann scheint sich zumindest Optimismus für VW breit zu machen, dass die europäische Automarke die Transformation packen kann. Aber es hat gedauert, auch bis die Software der Fahrzeuge deutlich besser war.

Dass VW noch nicht vollständig durchgestartet ist, liegt auch nicht nur der Marke selbst. Themen wie eine zu schnelle Entwicklung neuer Technologie, nicht zu Hause laden können, etc. werden auch wieder auf den Tisch gebracht. Der Kernmarkt für Volkswagen bringt Herausforderungen mit, darunter die nicht so intensive Förderung der Elektromobilität.

Ich denke, dass die günstigeren Modelle den Massenmarkt in Europa endgültig erobern können. Mit über 400 Kilometer Reichweite bei den großen Akkus sind ID. Polo und Cross bestens gerüstet, auch das Schnellladen mit unter 25 Minuten wird in dieser Fahrzeugklasse ein echter Gamechanger für viele Kunden sein.

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