VW steckt schon 2,3 Milliarden in Rivian und das funktioniert hoffentlich

VW ID Elektroauto Hero

Rivian ist der wichtigste VW-Partner für die kommenden Jahre und das lässt sich VW einiges kosten. Bis Ende 2026 werden es wohl über 2,3 Milliarden Euro sein, die von den VW-Konten zu Rivian überwiesen werden.

Rivian und VW haben unter RV-Tech ein Joint-Venture für die kommende neue Elektronik- und Softwarearchitektur gegründet. Die Amerikaner helfen dem Konzern dabei, eine neue konzernweit einsetzbare Architektur auf die Beine zu stellen, die in einem günstigen ID.1 und auch in einem teureren Audi stecken kann.

Skalierbarkeit ist das Zauberwort. Dafür muss das System jedoch grundlegend neu „erfunden“ werden. Auf dem alten Stand kann man nicht aufbauen. In einem höherwertigen Audi stecken gerne mal über 100 kleine Steuerteile, das System ist veraltet und extrem aufgebläht. Die Zukunft bedeutet wenige Supercomputer und weniger Kabel.

Rivian Zonale Architektur

Wie viel Geld in Rivian genau fließt, verrät VW eigentlich nicht

VW trägt wohl rund 75 Prozent der laufenden Kosten des Entwicklungszentrums RV-Tech, während Rivian zugleich dadurch eine extrem hohe Bruttorendite für seine Dienstleistungen erzielt. Rivian kann sich für die Zukunft besser aufstellen und dem Start-Up-Dasein entfliehen, während VW die Zukunftsarchitektur erhält.

Das Risiko ist jedoch enorm, da sich VW wieder von einem externen Unternehmen abhängig macht. Dennoch lief hinter den Kulissen ohne Cariad nichts, die hauseigene Softwaretochter von VW habe in den Wintertests wichtige unterstützende Arbeit geleistet. Man habe die jüngsten Wintertests damit erfolgreich abschließen können.

Vor drei Jahren stand VW vor einem Scherbenhaufen und ab 2027 soll mit dem ID.Every 1 der erste Rivian-VW an die Startlinie rollen, 2028 folgt der erste Audi (der neue A4 E-tron). Da ist also reichlich passiert. Dennoch bleibt spannend, ob sich dieses neue „Milliardenrisiko“ für VW schlussendlich wirklich auszahlt.

Infotainment: Rivian solle auch die Bildschirme übernehmen

Was ich ehrlicherweise noch hoffe: Rivian baut hinter den Kulissen für VW auch testweise eine Infotainment-Lösung. Bislang war nicht die Rede davon, dass Rivian auch auf den Bildschirmen zum Einsatz kommt, aber nach den Cariad-Irrfahrten der letzten Jahre wäre das für VW meines Erachtens die richtige Entscheidung. Einen ersten Hinweis gab es in der jüngsten Pressemeldung.

Volkswagen gibt die Zahlen zu Rivian nicht im Detail heraus, „Der Spiegel“ hat hier selbst nachgerchnet

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