Samsung ringt um Galaxy-S26-Preise, Kunden könnten draufzahlen müssen

Samsung Galaxy S25 Serie Hero

Bild: Samsung Galaxy S25 Serie

Die Pläne für stabile Preise bei der Galaxy S26-Serie geraten ins Wanken. Noch im November hatte Samsung signalisiert, beim Basismodell keine Preiserhöhung durchsetzen zu wollen, um im Wettbewerb mit Apple konkurrenzfähig zu bleiben. Doch nun mehren sich die Zeichen, dass der südkoreanische Hersteller diese Strategie überdenken muss.

In einem Interview mit Bloomberg räumte Wonjin Lee, Präsident und Leiter des globalen Marketings bei Samsung, ein, dass die Kosten kontinuierlich steigen. Man wolle diese Belastung zwar nicht an die Kunden weitergeben, doch irgendwann werde man nicht mehr umhinkommen, die Preise anzupassen.

Die Ursachen liegen vor allem in der weltweiten Halbleiterknappheit und den damit verbundenen Preissteigerungen bei wichtigen Komponenten. Südkoreanische Berichte vom Dezember hatten bereits darauf hingewiesen, dass Samsung zunehmend Schwierigkeiten hat, die Produktionskosten im Griff zu behalten. Verschärft wird die Situation durch höhere Ausgaben für Personal und Marketing in einem immer härter umkämpften Markt.

Dass selbst Samsung unter diesem Druck leidet, überrascht auf den ersten Blick. Schließlich produziert der Konzern seine Speicherchips selbst und fuhr mit der DRAM-Sparte im vierten Quartal 2025 einen Rekordumsatz von 19,2 Milliarden US-Dollar ein. Für Smartphone-Hersteller ohne eigene Chipfertigung dürfte die Lage entsprechend noch angespannter sein.

Als möglichen Ausweg erwägt Samsung offenbar eine regional differenzierte Preisgestaltung. Während Kunden in Südkorea mit höheren Preisen rechnen müssten, könnten die Preise in den USA unverändert bleiben. Der amerikanische Markt ist für Samsung schlicht zu wichtig, um dort Käufer mit Preiserhöhungen zu verprellen. Wobei selbst in Samsungs Heimat jüngere Leute inzwischen häufiger zum iPhone greifen.

Erst vor wenigen Monaten hatte Samsung ein dünneres Galaxy S26 verworfen, weil die schlankere Bauweise den Preis in die Höhe getrieben hätte. Ob sich die damals beschlossene Zurückhaltung angesichts der aktuellen Kostenentwicklung durchhalten lässt, erscheint zunehmend fraglich.

via Android Police

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