Hyundai hat das zweite neue Elektroauto in diesem Jahr enthüllt oder besser gesagt für den Markt in Europa angekündigt. Neu ist jetzt das Facelift des IONIQ 6, das auf den verbesserten IONIQ 5 folgt und ähnliche Neuerungen mitbringt, wobei der Stromlinien-Stromer auch außen einen umfangreichen Neuanstrich erhält.
Aber erst einmal zur technischen Seite, denn hier gibt es nun einen maximal 84 kWh Akku zu verkünden, der eine Reichweite von 680 Kilometer ermöglichen soll. Das ist ein ordentliches Plus, aber Mercedes holt bei nahezu identischer Kapazität ganze 792 Kilometer aus dem Akku des CLA EQ. Ein himmelweiter Unterschied, die Aufgaben für die nächsten Jahre sind bei Hyundai klar.
Das Leistungsspektrum der verfügbaren Motoren reicht von 125 kW (170 PS) im Basismodell bis zu 239 kW (325 PS) in der Allrad-Spitzenversion. Einen neuen IONIQ 6 N wird es allerdings auch geben, da ist die Leistung noch einmal wesentlich krasser und liegt bei 641 PS bzw. 770 Nm Drehmoment.

Das überarbeitete Exterieur zeichnet sich durch schmalere Scheinwerfer, neue LED-Signaturen und eine verlängerte Karosserie aus. Im Innenraum werten neue haptische Bedienoberflächen sowie ein erweitertes Ambiente-Lichtsystem das Ambiente auf. Erstmals sind die sportlichen Ausstattungslinien N Line und N Line X verfügbar, die unter anderem durch rote Ziernähte und exklusive Felgen optische Akzente setzen.
Altes Infotainment und mangelnde Effizienz
Ein Nachteil ist in Form des Infotainments noch integriert, denn hier kommt weiterhin die „alte“ Lösung zum Einsatz, also kein neues Pleos mit Android-Betriebssystem als Basis. Wahrscheinlich wird das neue System erst mit dem IONIQ 3 eingeführt, der jedoch auch ein ganz neues Modell darstellt und kein Facelift sein wird.

Wenn ihr mich fragt, bleibt der IONIQ 6 ein gewöhnungsbedürftiges Fahrzeug, sieht aber in der neuen Fassung deutlich schicker und stimmiger aus. Besonders die Heckansicht bleibt mutig und auffällig. Für die nächste Generation steht jedoch fest, dass Hyundai an der Effizienz seiner Elektromotoren arbeiten muss.

Der Einstiegspreis für das Basismodell mit Heckantrieb und 63-kWh-Batterie liegt bei 45.550 Euro. Die höherwertige Ausstattungslinie CENTRIQ startet ab 52.050 Euro und beinhaltet Matrix-LED-Scheinwerfer sowie elektrisch ausklappbare Türgriffe. Für die nahezu voll ausgestattete N Line X Version mit Allradantrieb und großer Batterie werden 65.250 Euro fällig.
Als aufpreispflichtige Extras stehen unter anderem eine Wärmepumpe für 1.200 Euro (die muss man unbedingt haben!), digitale Außenspiegel für 1.300 Euro und ein Glas-Schiebedach für 700 Euro zur Wahl.
