Amazon schockt Prime-Kunden mit Alexa+ Aktivierung ohne Zustimmung

Alexa+ Hero 1

Obwohl Alexa+ in vielen Märkten noch auf sich warten lässt, kann es Amazon im ersten Markt kaum erwarten, den neuen Sprachassistenten seinen Prime-Kunden förmlich aufzuzwingen.

Amazon hat wie viele andere Unternehmen auch, nicht nur neue Freunde durch die Einführung neuer KI-Funktionen gefunden, viele Kunden kritisieren das und möchten den Umstieg gar nicht. Ein allgemeines Problem, das auch die Konkurrenz betrifft, ist die generative KI, die zwar zu sehr vielen komplexen Dingen in der Lage ist, aber dafür bei den Basics zunehmend versagt.

Alexa+ hat dasselbe Problem wie Gemini bei Google: Im Smarthome können die KI-Sprachmodelle zwar viele neue Möglichkeiten bieten, aber einfachste Befehle werden immer wieder falsch verstanden, unterschiedlich interpretiert und auf jeden Fall oftmals falsch ausgeführt. Dass Amazon jetzt bei Alexa+ sehr forsch vorgeht, kommt daher nicht gut an.

Alexa+: Umstellung erfolgt automatisch und ohne Zustimmung

Alexa+ ist in Europa noch nicht verfügbar bzw. bei nur wenigen Testern. In den USA ist man schon etwas weiter. Dort sieht sich Amazon schon so fortgeschritten, dass man die Prime-Kunden zu Alexa+ „zwingt“. War bislang noch ein händischer Umstieg notwendig, werden Kunden nun automatisch umgestellt, informiert eine simple E-Mail.

Alexa+ wird automatisch auf alle Geräte der Kunden aktualisiert, die damit kompatibel sind. Dass Amazon damit keinen Freudensturm auslöst, offenbart bereits der zweite Absatz der Ankündigung. Hier wird den skeptischen Amazon-Kunden direkt mitgeteilt, dass sie jederzeit wieder aussteigen und auf die klassische Alexa wechseln könnten.

Verbraucherschutz würde wohl eingreifen

Nutzer sind dennoch verärgert, denn sie werden erst einmal umgestellt, ohne dieser Umstellung zugestimmt zu haben. Bei uns in Deutschland würde das sofort den Verbraucherschutz auf den Plan rufen, wie zuletzt bei der Einführung von Werbung bei Prime Video. Es ist außerdem davon auszugehen, dass die klassische Alexa nur noch ein begrenztes Leben hat, so wie der Google Assistant.

Langfristig gibt es ohnehin keinen Weg an Alexa+ vorbei, da müsste man seine Echo-Hardware schon abklemmen und verkaufen.

Bei uns in Deutschland heißt es immer noch warten, bis Alexa+ breit verfügbar ist. Aktuell gibt es nur wenige deutschsprachige Testnutzer, obwohl Amazon die neuen Echo-Geräte bereits anbietet, die mit Alexa+ kompatibel sind. Nach den zahlreichen Verzögerungen bei Alexa+ ist das abermals ein Fehlstart, nur diesmal auf internationalem Boden.

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