Walzen und Wippen statt Touch: Comeback im Mercedes-Stromer CLA EQ

Mercedes Lenkrad mit Walzen

Es ist bei den deutschen Autoherstellern eine jüngere Tradition: Zwar gibt es immer mehr und größere Bildschirme, die Fahrzeuge werden moderner, doch die wichtigsten Steuereinheiten verzichten nun wieder auf Touch. Mercedes verbaut im CLA EQ nun auch wieder ein „altes“ Lenkrad und verabschiedet sich somit von den Touch-Slidern.

Gab es anfangs noch ein Lenkrad der letzten Generation im CLA EQ, wechselt der Hersteller im neuen Jahr das Angebot und integriert ein aktualisiertes Lenkrad. Kurios ist jedoch, dass das neueste Lenkrad auf „alte“ Technik setzt, denn es kommen Walzen und Wippen zum Einsatz – die Touch-Slider der letzten Jahre fliegen wieder raus.

Mercedes ist mit dem Backflip nicht alleine

Mercedes ist damit nicht allein. VW hat gerade das Interieur des neuen ID. Polo enthüllt und damit ganz klar das Signal gegeben. Tasten, Wippen, Schalter, Walzen – alles kommt zurück und ersetzt die enttäuschende Touchsteuerung der letzten Jahre. Obwohl man Tesla nachsagen könnte, etwas zu reduziert zu sein, setzt der Elektroauto-Pionier an den Lenkrädern ebenfalls auf physische Elemente und nicht auf Touch.

Die bisherigen Touch-Slider bei Mercedes im CLA EQ werden durch physische Walzen zur Lautstärkeregelung und eine Distronic-Wippe in den Lenkradspeichen ersetzt – ähnlich kündigte es Audi zum Jahreswechsel auch an. Das ist eine verspätete Reaktion auf das Feedback vieler Kunden, die insbesondere am Lenkrad die physisch spürbare Bedienelemente bevorzugen.

Das bisherige Lenkrad im Coupé hatte auf dem oberen Steg rechts und links zwei Touch-Slider. Nun gibt es rechts eine Walze und links eine Wippe (siehe Titelbild). Etwas weniger Hochglanz tut auch dem Look gut, denn es gibt weniger Flächen für Fingerabdrücke und Schlieren.

Mercedes CLA EQ Lenkrad mit Touch

Touch am Lenkrad macht einfach keinen Spaß

Wirklich blöd gelaufen ist es für Kunden der ersten Monate, die den CLA EQ noch mit dem alten Lenkrad bestellt und erhalten haben. Ich kann es jedenfalls aus Erfahrung sagen, dass Touch bislang bei keinem Hersteller wirklich Spaß gemacht hat. Bis heute kriegen es viele ja noch nicht mal hin, dass der Infotainment-Bildschirm flüssig funktioniert bzw. ohne Verzögerungen reagiert.

Übrigens: Die restliche Bedienung über den Touchscreen finde ich nicht schlecht, wenn sie wirklich gut gelöst ist und so nahtlos wie bei Tesla funktioniert. Ich fahre jetzt gerade testweise ein neues Model Y und der Touchscreen ist nach den ersten zehn Minuten wieder eingebrannt. Extrem steile Lernkurve, alle ist schnelle erkennbar und reagiert sofort.

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