KIA will Touch nicht um jeden Preis: Tasten und Knöpfe bleiben

KIA EV2

KIA und viele andere Legacy-Hersteller versuchen den Innenraum ihrer Fahrzeuge zu modernisieren und dabei reduzieren sie allesamt die Anzahl von Tasten, Knöpfen, Wippen und anderen Bedienelementen. Doch inzwischen haben einige eingesehen, dass sie nicht versuchen sollten den Tesla-Weg zu gehen, wenn es Kunden gar nicht möchten.

VW ist das populärste Beispiel, hier gab es sehr viel Kritik für Touchtasten und Slider in den letzten Jahren. Das Ergebnis ist die Rückkehr zum klassischen Knopf. Mercedes hat sich ebenso vom Touch-Slider verabschiedet, setzt im aktuellen CLA EQ nun wieder auf Walzen und Wippen am Lenkrad. Aber was macht man bei KIA und Hyundai?

KIA will nicht so weit gehen, um dann wieder zurückrudern zu müssen

Die beiden Schwestermarken haben bereits einige Veränderungen im Cockpit umgesetzt und mit den nächsten neuen Modellen kommen weitere Veränderungen hinzu. Mit dem Hyundai IONIQ 3 wird ein neues Infotainment-Betriebssystem seine Premiere im Volumenmarkt feiern, aber echte Tasten bleiben dennoch erhalten.

Wie man anhand des eben erwähnten Modells schon durch Erlkönige sehen kann, werden Hyundai und KIA zwar den Innenraum weiterhin reduzieren und auf die nötigsten Funktionen beschränken, die klassischen Bedienelemente bleiben jedoch vorhanden. „Es gibt bestimmte Funktionen, die man sofort finden muss“, sagen die KIA-Leute und „deshalb behalten wir sie physisch bei„.

Physische Bedienelemente haben eine Zukunft

KIA möchte den digitalen Anteil und die Erlebniskomponente im Innenraum steigern, ohne das Interieur mit unnötigen Spielereien zu überladen. Physische Bedienelemente bleiben für Kernfunktionen wie die Klimaanlage weiterhin bestehen. Beim erwähnten Hyundai sieht man, dass auch echte Tasten am Lenkrad erhalten bleiben.

Der neue EV2 hat noch das „alte“ Cockpit der letzten Jahre, ist jedoch schon stark reduziert:

KIA EV2 Cockpit

KIA will Kunden global ansprechen, aber man blickt auch mit viel Respekt auf die extrem digital getriebenen chinesischen Hersteller, die vor allem auf Bildschirme und Touch setzen. Davon kann man lernen, aber man muss nicht alles blind kopieren und übernehmen. Für KIA sei es in den kommenden Jahren wichtig, die Technologie mit einem Gefühl von Wärme und Hochwertigkeit zu verknüpfen.

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