Audi hat ein Problem und das sind die zahlreichen neuen Elektromodelle von BMW und Mercedes. Ein weiteres Problem ist wohl intern zu finden, denn erneut kommt die Software im VW-Konzern ins Stocken, obwohl man sich dafür mit Rivian auf einen Milliardendeal geeinigt hat.
Rivian, die US-Unternehmer, fertigen eine neue Architektur für die Elektroautos des VW-Konzerns an und setzen dieses System auch in den eigenen Modellen ein. Aber es kommt womöglich zu Verzögerungen, die nach einem neuesten Bericht des Manager Magazins angeblich zu einer neuen Taskforce geführt haben.
Bei Audi wird man langsam unruhig
Angeblich liegt die Zusammenarbeit derzeit hinter den Erwartungen zurück und das lässt die VW und Audi-Leute wohl unruhig werden. Schon vor einiger Zeit war zu hören, dass VW deshalb sogar wieder Cariad aufstockt, die eigene Softwaretochter, die vor wenigen Jahren mit der Entwicklung einer eigenen Architektur nicht zurecht gekommen ist.
Weiterhin geht es darum, dass Rivian eine Standard-Plattform liefert, die sich für Rivian und VW eignen soll, aber nicht für Porsche und Audi. Die Premiummarken wollen spezifische Anpassungen und Schnittstellen, doch da hakt die Zusammenarbeit gewaltig.

Das große Problem: Audi und VW wollen in den kommenden Jahren zwingend auf die neuen zonale Architektur setzen, dadurch haben alle Modelle dieselbe Basis, können jedoch modular aufgestockt werden und sie sind höchst updatefähig. Es geht um das Software-definierte Auto, das Ende der Hunderten Steuerteile und kilometerlangen Kabel.
Audi soll bereits den kommenden A4 E-Tron verschoben haben, das Mittelklasse-Fahrzeug hat noch keine elektrische Version, während Mercedes erst 2025 den CLA EQ eingeführt hat, 2026 die C-Klasse EQ startet und BMW den 3er elektrisiert. Audi hat da nur den deutlich größeren A6 E-tron im Angebot.
Unterschiedliche Philosophien eine große Herausforderung
Was immer wieder kritisiert wird und von anderen etwas anders als von VW gesehen wird: Man hat sich ein externes Unternehmen reingeholt, das eine komplett andere Philosophie verfolgt und ganz anders arbeitet als die deutschen Automarken. Rivian und Amazon, das mag noch funktioniert haben, beides amerikanisch und auf hoch technologisches Wachstum fokussiert.
Rivian und VW, das amerikanische Start-Up und der uralte europäische Autokonzern, der seit vielen Jahren hinter sich aufräumt, erst nach und nach alte Strukturen aufbricht, das könnte immer wieder zu Reibungen führen. Zumindest mit Blick auf den ID.1, der erstmals die neue Architektur integriert hat, waren die letzten Meldungen eher positiv.
Es gab zuletzt aber auch gute Nachrichten, denn der Audi A6 E-Tron hat im neuesten Wintertest vom ADAC den ersten Platz geholt. Da waren aber einige neue Konkurrenten von BMW und Mercedes noch nicht mit von der Partie.

Also das Manager Magazin blättert auch manchmal Dinge auf. Da braucht man sich über andere Medien nicht aufzuregen, welche sich wirklich als Boulevard darstellen.
Was an der Stelle das Problem ist, ist Audi. Die sind eventuell nur in der Lage, Lastenhefte zu erstellen.
Dann dürfen das die Zulieferer, wie es auch Cariad ist, ausbaden.
Das war bei der E1.1 von Cariad wohl auch schon so.
Es wurden bei Audi ja auch Führungskräfte ausgetauscht, eventuell waren noch nicht die richtigen dabei.
(Bi allen sollte das Menschliche nicht auf der Strecke bleiben.)
Die Funktionalität der Software ist bei Rivian R1 jetzt schon vorhanden.
Da hörte ich nichts von Rückläufern oder Problemen.
Daher gehe ich davon aus, dass im Frühjahr noch positive Ergebnisse vom sogenannten Wintertest kommen.
Es sollte auch bei dem neuen Ansatz möglich sein, Funktion im Nachhinein mit zu implementieren.
Was aktuell Audi auf den Markt hat ist trotzdem noch besser als 90% des Marktes