Das Start-up Nex Computer hat mit dem NexPhone ein ungewöhnliches Smartphone angekündigt, das drei Betriebssysteme auf einem Gerät vereint. Neben Android 16 laufen auch Linux (auf Debian-Basis) und Windows 11 nativ auf dem Gerät. Schließt ihr das Smartphone an einen Monitor an, verwandelt es sich in einen vollwertigen Desktop-PC. Nex könnte euch vielleicht durch das NexDock ein Begriff sein, einem Laptopgehäuse, das ein Smartphone als Rechenpower nutzt.
Das NexPhone setzt auf Qualcomms QCM6490-Prozessor, einen Enterprise-Chip, der eigentlich für IoT-Anwendungen entwickelt wurde. Der Chip basiert auf dem Snapdragon 780G aus dem Jahr 2021 und verspricht damit nicht gerade Spitzenleistung. Qualcomm garantiert allerdings Support bis 2036, was langfristige Updates ermöglicht. Microsoft listet den Prozessor zudem als offiziell unterstützt für Windows 11. Das könnt ihr nicht nur im Desktop-Modus benutzen, Nex hat nämlich auch eine mobil-optimierte Nutzeroberfläche entwickelt.


Die restliche Ausstattung umfasst 12 GB RAM, 256 GB per microSD erweiterbaren Speicher, ein 6,58 Zoll großes Display mit 120 Hz Bildwiederholrate und eine 64-MP-Hauptkamera von Sony. Mit 13,1 mm Dicke und 256 Gramm fällt das Gerät deutlich schwerer und dicker aus als aktuelle Flaggschiff-Smartphones. Im Gegenzug erfüllt es den Militärstandard MIL-STD-810H und ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt, was eine Nutzung ohne Case erlauben soll (mir kommt das Telefon aber so auch schon dick genug vor. Der Akku fasst 4.500 mAh und lässt sich mit bis zu 33 Watt laden.


Die Idee, Smartphone, Tablet und PC in einem Gerät zu vereinen, ist nicht neu, und hat in meinen Augen durchaus seinen Reiz. Projekte wie das Ubuntu Phone oder Samsungs DeX verfolgen ähnliche Ansätze. Ob der betagte Prozessor des NexPhone jedoch für eine flüssige Windows-Erfahrung ausreicht, bleibt fraglich.
Für einfache Aufgaben wie E-Mails oder Textverarbeitung mag die Leistung genügen, anspruchsvolle Anwendungen dürften das System aber an seine Grenzen bringen. Das NexPhone lässt sich aktuell für 199 US-Dollar reservieren. Der Frühbucherpreis liegt bei 549 US-Dollar, der reguläre Preis soll später 699 US-Dollar betragen. Der Marktstart ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
via 9to5Google
