VW rettet sich selbst: Die neuen Elektroautos in China zeigen, wie es endlich laufen muss

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Volkswagen hat wie jeder andere deutsche Hersteller in China komplett verloren und droht auch im Westen abgehängt zu werden. Nun gibt es die Lösung. Komplett neue Autos mit neuer Hardware und neuer Software in Rekordzeit vom Reißbrett auf die Straße zu bringen.

Elektroautos bringen eine Chance und ein Risiko mit. Derzeit ist die Entwicklung der Technologie in einem großen Tempo, Reichweiten und Leistungen werden quasi jährlich deutlich verbessert. Mit der Transformation kann man ganz vorn sein und Marktanteile neu hinzugewinnen – oder man ist zu langsam und verliert an Boden.

VW muss seine zweite Chance auch in Europa nutzen

VW war zu langsam. Zumindest in China. Auch in Europa hatten erst einmal alle zugucken müssen, wie Tesla die erste große Welle der Elektroautos völlig allein dominierte. Die erste Antwort, der ID.3 der ersten Generation, war für VW ein Desaster. Es ging weiter mit Modellen bei Audi und Porsche, die sich um Jahre verschoben haben.

Jahre? Die hat man gerade nicht. Das hat VW nicht nur begriffen, sondern jetzt auch umgesetzt. VW kann seit Ende 2025 erstmals neue Autos komplett entwickeln und produzieren, ohne dabei auf Ressourcen aus Deutschland setzen zu müssen. Das geht nun komplett unabhängig in China und dort auch in „china speed“, also in einer komplett neuen Entwicklungszeit. 18 Monate statt drei bis fünf Jahre.

VW entwickelt neue Autos jetzt sehr viel schneller

VW revolutioniert sich am Standort in Hefei selbst. Dort werden die Plattform (Antrieb) des Fahrzeugs, die Architektur für alle wichtigen Systeme und die Software in Eigenregie (und im Joint-Venture) entwickelt. „Das China-Team ist bereit! Alle Schlüsselprojekte liegen im Zeitplan und sind für den Marktstart vorbereitet“, verkündet das Vorstandsmitglied Ralf Brandstätter.

Es ist die „größte NEV- und Technologieoffensive“ des VW-Konzerns „aller Zeiten“, heißt es weiter. Damit will VW in China wieder ein Name werden und man wird außerdem extrem viel für die westlichen Märkte lernen können, wie man neue Projekte deutlich beschleunigen kann. Allein dieses Jahr plant VW für China ganze 20 neue Elektrofahrzeuge (inkl. Hybrid, EREV).

Wir sehen auch in Europa, dass es einfach ein breiteres Portfolio benötigt und es muss schnell gehen, damit Elektroautos mehr potenzielle Kunden erreichen und nicht nur zur Konkurrenz gehen. In diesem Jahr kommen immerhin ID. Polo und Cross für das B-Segment, erst 2027 folgt der kleinere ID.1 in der Klasse unterhalb der 4-Meter-Marke. Allerdings kommt das Joint-Venture mit Rivian in Probleme.

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