In den vergangenen Jahren hat Ford sehr viele Milliarden Dollar für seine Elektroautos und Projekte in diesem Bereich aufs Spiel gesetzt, doch heute steht man vor einem abermals teuren Neuanfang. Was man in den nächsten Jahren außerhalb der USA macht, ist bislang noch nicht endgültig geklärt, doch man führt Gespräche.
Zum Hintergrund: Jim Farley, der Ford-CEO, hatte in den letzten Monaten immer wieder betont, wie begeistert er von einigen chinesischen Elektroautos ist. Er sprach häufiger von seinen Fahrten in China, bei denen er ungern aus den Fahrzeugen wieder ausgestiegen ist. Xiaomi gehörte zu den sehr positiven Beispielen.
Potenzielle Partner findet man in China ohne Zweifel schnell
Bislang liefert BYD vor allem Akkus an fremde Hersteller, während man bei Xiaomi bislang nur mit sich selbst zu tun hat. Huawei ist dafür an zig Automarken in China beteiligt und beliefet noch mehr Unternehmen mit eigener Software und Hardware. SAIC und Xpeng arbeiten mit dem VW-Konzern. Ich sag mal so: Ford könnte in China einige Partner finden.
Und man sieht bei Herstellern wie VW, dass Partnerschaften einen großen Sprung in kürzester Zeit ermöglichen würden. Das exemplarische Beispiel ist der Deal von VW und Xpeng, der jetzt zu gänzlichen neuen Elektroautos mit neuester Technologie führt, die man in Rekordzeit realisiert hat. Das bräuchte Ford eigentlich dringend.
Xiaomi und Ford reagierten schnell auf die Berichte
Ford und Xiaomi sollen angeblich eine Partnerschaft anstreben und haben dafür Gespräche geführt, berichtete die Financial Times vor wenigen Tagen. Doch daraufhin gab es schnell Dementi von Ford und Xiaomi gleichermaßen. Die Berichte zur Zusammenarbeit wären „völlig falsch“, hieß es von Ford. Xiaomi verwies darauf, dass man in den USA gar nicht präsent sei und das auch nicht plane.
Wenn die Gerüchte nicht stimmen und da gar nichts dran sei, dann wäre das aus Kundensicht zumindest mal schade. Ford könnte eine gute Partnerschaft für seine zukünftigen Elektroautos dringend benötigen. Das mit VW in Europa für Capri und Explorer hatte zwar funktioniert, war jetzt aber auch nicht der große Knaller.
Aktuell heißt es von Ford, dass man bereits Pläne für die kommenden Jahre hat. In den USA will man eine eigene universelle Plattform realisieren und dabei durch den Einsatz günstiger LFP-Batterien deutlich niedrigere Preise realisieren. In Europa ist Renault zumindest der Partner für den elektrischen Fiesta. Ein Xiaomi-Deal wäre cool, scheint aber nicht unbedingt notwendig zu sein.
