Google liefert seit einiger Zeit auf Android-Geräten den sogenannten AICore mit aus, eine für KI-Zwecke bestimmte System-App. Das Problem: Die App wächst und wächst, ist oft schnell über 10 GB groß.
Wir hatten darüber schon mehrmals berichtet und testweise herausgefunden, warum AICore eigentlich beständig wächst und Speicher belegt. Hier sind alle lokale Daten hinterlegt, die Funktionen wie die Schreibtools der Gboard-Tastatur benötigen, um schnell bzw. lokal arbeiten zu können.
Google informiert nun auch selbst darüber und hat einen neuen Hilfeartikel veröffentlicht. Dort wird über AICore aufgeklärt. Geschrieben wird hier unter anderem: „Gelegentlich kann es zu einem vorübergehenden Anstieg des Speicherverbrauchs kommen. Dies ist bei Hintergrundaktualisierungen normal.“
AICore ist jedoch nicht nur notwendig, dass die KI-Dienste lokal laufen und daher schnell reagieren („schnelleres und zuverlässigeres Nutzungserlebnis“). Somit bleiben Daten auch auf dem Smartphone, besonders sensible Daten verlassen trotz KI-Verarbeitung das eigene Gerät nicht und werden nicht an Google-Server gesendet.
Für folgende Feature kommt AICore zum Einsatz und benötigt deshalb recht viel Datenspeicher:
- Erweiterte Korrekturfunktion: Sie verbessert die Grammatikkorrektur und das Sprachverständnis während des Tippens.
- Automatische Spracherkennung (ASR): Sie wandelt gestreamte Audiodaten und Audiodateien in Texttranskripte um.
- Betrugserkennung: Sie identifiziert Nachrichten, die als Spam oder Betrugsversuche eingestuft werden können.
- Intelligente Antwort: Sie bietet hochwertige, kontextbezogene Antwortvorschläge in Messaging-Apps. Beispielsweise funktioniert sie in WhatsApp, Line und KakaoTalk über Gboard.
- Zusammenfassung: Es erstellt automatisch kurze Zusammenfassungen von Audioaufnahmen. Zum Beispiel funktioniert es in der Recorder-App.
- Übersetzung: Es übersetzt Texte problemlos von einer Sprache in eine andere.
Erhöhter Speicherbedarf kann auch deshalb entstehen, weil „vorübergehend die alte und die neue Version des Modells für bis zu drei Tage“ auf dem Gerät gespeichert werden. Fehler sollen somit ausgeschlossen werden können.
