Eigentlich gibt die Bildschirm-Technologie sehr viel mehr her, als was wir bislang in modernen Autos sehen. Porsche verbaut im Cayenne Electric nun einen bislang ungewöhnlich geformten Bildschirm.
In der eher technikversierten Welt ist der Bildschirm „mit Knick“ oder „Bogen“ keine Neuheit, denn flexible Bildschirm-Panels kennen wir eigentlich schon seit mehr als zehn Jahren. Ich meine, das Samsung Galaxy Z Fold mit faltbarem Bildschirm geht dieses Jahr bereits in die achte Generation.

Gebogene Bildschirme, die man deutlich flexibler integrieren könnte, gibt es bislang in der Autowelt kaum. Meist werden ganz normale flache Bildschirme verbaut, die man dann für den Fahrer oder Beifahrer irgendwie anwinkelt. In der Regel sind es jedoch große Tablets, die man teilweise mehrfach aneinanderreiht, was wirklich komisch aussehen kann.
Mercedes setzt auf ein riesiges Tablet und nennt es Superscreen: Spätestens ab der Mitte des großen Bildschirms wird es für den Fahrer bezüglich Sicht etwas unangenehmer und auch die Bedienung fällt schwerer:

Beim neuen Porsche Cayenne kommt nun ein gebogenes Display zum Einsatz, es verlängert den zentralen Bildschirm in die Vertikale „nach unten“ zur Mittelkonsole hin und dient zur Steuerung von Klimatisierung, Musikauswahl und anderen Dingen. Ergonomisch sei es klug positioniert, so die Tester. Logisch, denn der Bildschirm kommt hier dem Fahrer gewissermaßen „näher“.
Porsche teilt den mittleren Screen je nach Anwendung in zwei Bereiche und winkelt den unteren Teil für bessere Sichtbarkeit an. Der große Gewinn ist, dass Porsche außerdem eine Handauflage integriert hat, sodass man die Hand ablegen und damit den Touchscreen deutlich komfortabler bedienen kann:

Ob Fahrzeugfunktionen auf einem Touchscreen liegen sollten, ist freilich mal wieder eine andere und langsam schon angestaubte Diskussion. Ich kann aber befürworten, dass die Autohersteller endlich mal mehr Technologie bei den Bildschirmen nutzen (sollten), die wir in der Smartphone-Welt schon über 10 Jahre kennen.
Das LG G Flex mit gebogenem Display ist 12 Jahre her!
Man könnte gerade die Bildschirme, die für den Fahrer wichtig sind, durch gebogene Formate deutlich immersiver gestalten und besser zum Kopf sowie zu den Händen ausrichten. Was Porsche beim Cayenne Electric macht, ist zumindest ein vorsichtiger und womöglich gelungener Anfang.
Je nach Menü wirkt der Bildschirm zweigeteilt oder „verlängert“ und ähnelt dann einem vertikalen Smartphone-Display:


