Es könnte so einfach sein. Ich abonniere YouTube Premium und habe mit einer Klappe zwei Fliegen geschlagen, nämlich den beliebtesten Videodienst und einen Musikdienst mit YouTube Music abonniert. Aber die Wahrheit sieht ein bisschen anders aus. Ein kurzer Rant.
Natürlich habe ich beide Dienste abonniert, doch mit YouTube Music bekommt man leider weiterhin keinen vollständigen Musik- und Podcast-Streaming-Dienst, wie man sich das eigentlich erhofft und wünscht. Das erste entscheidende Problem ist, gerade wenn man YouTube und YouTube Music nutzt, dort speziell Podcasts konsumiert: Es gibt Diskrepanzen bei der Verfügbarkeit der Inhalte.
Probleme bei der Podcast-Verfügbarkeit
Die Anbieter, das heißt die Creator, die ihre Videopodcasts bei YouTube anbieten und ihre Podcasts auch bei Spotify hochladen, vernachlässigen YouTube Music zusehends. Es fällt mir immer wieder auf, dass ich Podcasts anhöre, die bei YouTube Music genauso regelmäßig wie über Spotify erscheinen, aber irgendwann hört das einfach auf.
Plötzlich sind neue Folgen bei YouTube Music nicht verfügbar, wurden aber bei Spotify und beim normalen YouTube hochgeladen. Das passiert immer wieder und bei verschiedenen Podcasts. Ich weiß nicht, ob das ein technisches Problem ist oder ob die Podcaster YouTube Music eher vernachlässigen, weil der Dienst vermutlich nicht so häufig genutzt wird wie das normale YouTube. Aber es nervt – es nervt wirklich sehr!
Fehlende Kuration und Hörspiel-Playlist-Frust
Ein weiterer Punkt ist, wenn wir auf die Musik schauen, dass Spotify einfach viel mehr Nutzer hat, die viel mehr selber pflegen. Und vermutlich sind auch die Anbieter von bestimmter Musik oder von Podcasts und Hörspielen diejenigen, die hier einfach mehr Pflege in den Dienst stecken.
Wir hören immer wieder Hörspiele mit und für unseren Sohn an. Ganz oft gibt es den Fall, dass es die Hörspiele bei Spotify in einer kuratierten Playlist gibt, teilweise in Playlists, die sogar permanent aktualisiert werden. Das heißt, wenn neue Folgen von einem Hörspiel erscheinen, werden diese automatisch dieser Playlist hinzugefügt.
Ich muss mich nicht selbst darum kümmern, ich muss nichts pflegen, nichts hin und her suchen. Ich öffne die Playlist und starte die Hörspiele, und mein Sohn kann sie in der richtigen Reihenfolge anhören. Ja, coole Sache bei Spotify. Bei YouTube Music ist das halt nicht der Fall.
Dort ist es ganz oft so, dass es gar keine Playlist gibt oder nur Playlists für das jeweilige Hörspiel in einer fremden Sprache. Aber es ist nicht so, dass wir so ein umfangreiches Playlist-Angebot wie bei Spotify vorfinden. Ja, ich könnte das alles selber machen, will ich aber nicht, denn dafür zahle ich ja, dass ich die Inhalte und den Vorteil habe, dass Inhalte so kuratiert und aufgestellt werden, dass ich nichts tun muss, außer zu konsumieren.
Vielleicht bin ich da ein Sonderfall, aber es nervt, dass YouTube Music da einfach nicht auf dem Level der beiden Dienste ist, wobei es YouTube so gut ergänzen und andererseits Spotify ersetzen könnte. Und so ist es am Ende so, dass ich YouTube Premium nutze, viele Video-Podcasts direkt bei YouTube gucke und Spotify immer noch für Hörspiele und so weiter nutzen muss.

Was wäre mit…
-) Youtube für Musik
-) Podcasts App für Podcasts
…oder mögen die Creator Apple auch nicht mehr?
Ich bin genau anderer Meinung. Ich habe YouTube Music genau wegen der Musik und nicht wegen Podcasts. Dafür habe ich YouTube Music direkt zu Anfang lieben gelernt.
Dennoch nervt es wenn aus YouTube meine Musik Playlisten die man teilweise Jahre lang gepflegt hat, nur zu zwei Drittel oder sogar noch weniger, auf YT Music verfügbar sind. Sowas macht diese App einfach überflüssig.
Was mir fehlt. ich kann keine Playlists nicht in YouTube laden.
Es wäre so einfach, Playlist hochladen und loshören.
Werde ich nie verstehen y wieso man irgendwelche Musikplattformen für Podcasts nutzen will. Fällt für mich schon deswegen raus, weil zB bei Spotify viele Podcasts gar nicht zu finden sind.
Ganz ehrlich, nur meine persönliche Meinung, Podcasts haben nichts in einer Musikbibliothek verloren. Selbst Spotify hatte mir dann laufend irgendwelchen Podcastmist vorgeschlagen. Einfach eine separate Podcastapp und gut ist.
Und ohne die User wärst du bei Spotify Hörspielen und Hörbüchern genauso aufgeschmissen. Und auch die versauen dir die Vorschläge massiv.
Der dritte und gravierendste Punkt ist aber, dass YTM Abos in meinen YT Abofeed gespammt werden – ohne Möglichkeit zur Unterbindung. Verstehe nicht wieso das alle überhaupt nicht juckt, absolut grausig.
Ich würde sagen, klare und funktionierende Filter sind hier die einfachste Lösung. Aber die Anbieter wollen halt auch mischen. Ist im Video-Streaming nicht anders. Das ist ein riesiger Mischmasch aus lizenzierten Inhalten, Eigenproduktionen, im Stream verfügbaren TV-Produktionen, dazu noch Live-Inhalte, Sport, Konzerte…
„YTM Abos in meinen YT Abofeed gespammt …“ Mich stört das ebenfalls gewaltig. Auf meine Beschwerde habe ich leider nie eine Antwort erhalten. Zum Wechsel konnte ich mich aber bisher leider auch nicht aufraffen.
Podcasts kann man auf Spotify ohne Premium, ganz werbefrei gucken, dafür braucht man da also kein Geld ausgeben und kann trotzdem alles nutzen.