FlexiSpot MotionX Pro Laufband getestet: Gehen und laufen in einem

Flexispot MotionX Test

Für mehr Bewegung im Alltag nutze ich schon länger Walking Pads. Nun haben wir das aktuelle Modell MotionX Pro von FlexiSpot ausprobiert.

Grundsätzlich kann ich allen raten: Erhöht eure Alltagsaktivität. Das Einfachste, um das zu tun, ist Schritte zu sammeln. Auch wenn es abgedroschen wirkt und die 10.000 Schritte ein alter Marketing-Slogan sind, so ist es doch wichtig: Macht Schritte. Der menschliche Körper ist dafür gebaut, sich zu bewegen, und zwar mit beiden Beinen vorwärts – genau das sollte man einfach tun.

Ich halte Schritte in Höhe von 8.000 bis 12.000 Schritten für den Sweet Spot, den man im Alltag erreichen sollte. Genau das dürfte den meisten heute schwerfallen, weil sie die Aktivität zumindest nicht durch Beruf und Privatleben haben. Damit man das eben doch bewerkstelligt bekommt, eignen sich Walking Pads. Auch wenn sie aktuell im Trend sind wie High-Protein-Produkte, kann ich nur dazu raten: Wenn man viel sitzt durch die Arbeit – oder von mir aus auch viel steht –, braucht es ein bisschen Bewegung.

Nutzung im Arbeitsalltag

Ich gehe so vor, dass ich meist 60 bis 90 Minuten arbeite und dann 10 bis 20 Minuten auf das Laufband gehe. Das Laufband steht bei mir direkt am Schreibtisch. Damit auch meine Frau Spaß damit hat, haben wir uns für ein neues Modell von Flexispot entschieden, weil es hier eine Art Metall-U gibt, das man noch oben aufklappen kann, woran man sich festhalten kann. Es geht nicht darum, sich daran festzukrallen, während man läuft, sondern dass man einen physisch berührbaren Fixpunkt hat, damit man sich besser „orientieren“ kann, weil man ja trotzdem permanent auf einer Stelle läuft. Mir selbst ist das nicht wichtig, meiner Frau hilft es.

Was ich am allerliebsten mache: 45 min Kettlebell-Training und dann 15 Minuten in Zone 2 entspannt auslaufen. Manchmal lasse ich es auch während das Trainings laufen und gehe in den Satzpausen, um den Puls nicht ganz abfallen zu lassen.

FlexiSpot MotionX Test 4

Integriert ist auch eine Tablet-Halterung. Hier kann man jedoch gleich kritisieren, dass selbst wenn man 1,76 m klein ist, die Tablet-Halterung doch relativ weit unten ist. Das heißt, man muss den Kopf recht weit nach unten neigen, was diese typische Smartphone-Haltung begünstigt, die ich persönlich nicht so mag. Dennoch schaue ich meistens auf dem Tablet irgendetwas an. Das liegt daran, dass ich daneben einen höhenverstellbaren Flexispot-Schreibtisch habe, den ich noch höher fahren kann und worauf mein Pixel Tablet mit Dockingstation steht.

FlexiSpot MotionX Test 5

So sind die 10 bis 20 Minuten Bewegung im Alltag, die ich immer zwischen meinen Arbeitssessions mache, relativ schnell „weggesnackt“. Das ist ohnehin ein Tipp, den ich allen geben kann: Das macht mir persönlich deutlich mehr Spaß, als wenn ich mich da eine Stunde am Stück draufstelle. Wenn man das vier- bis fünfmal am Tag macht, die 10 bis 20 Minuten zu laufen, kommt da schon einiges an Schritten zusammen.

Das Laufband im Detail

Ein großer Vorteil des Flexispot Laufbands ist meines Erachtens, dass es zwar insgesamt sehr kompakt ist, aber eine recht lange und breite Fläche zum Laufen (100×43 cm) bietet. Außerdem ist die Lauffläche nicht so grob wie bei günstigeren Laufbändern, man kann also durchaus mal ein paar Minuten barfuß darauf laufen, was ich aber nicht langfristig empfehlen würde.

Genauso würde ich Joggen nicht unbedingt empfehlen. Das geht mit dem Laufband zwar recht gut und durch die 10 km/h Maximalgeschwindigkeit ist hier zumindest technisch keine Grenze gesetzt, aber die Lauffläche gibt nicht so sehr nach wie ein weicher Waldboden. Ich denke auch, dass sich die Nachbarn langfristig dann doch mal beschweren würden.

Es ist kein Laufband, wie man es üblicherweise im Fitness-Studio vorfindet. Das sollte man bei diesem Preis auch keinesfalls erwarten. Mal zu joggen, das geht natürlich, sollte aber meines Erachtens kein Dauerzustand auf so einem Gerät sein.

Was das Flexispot Laufband auf jeden Fall besser macht als günstigere Kandidaten, ist die Lautstärke. Egal ob man schnell oder langsam läuft, es gibt nicht ganz so viele Geräusche in die Umgebung ab. Einerseits ist der Motor etwas laufruhiger, andererseits gehen die Schritte nicht so stark in das Mauerwerk über.

Ein weiterer positiver Punkt ist das Display, denn es zeigt mir Zeit, Geschwindigkeit, Distanz und Kalorien gleichzeitig an. Mein vorheriges Laufband hatte eine feste Anzeige, die immer so alle 10 Sekunden gewechselt ist, was nicht so schön war. Hier ist außerdem die Entscheidung auf weiße LEDs gefallen, was ein bisschen hochwertiger aussieht. Ansonsten kann ich sagen: Es knarzt, kratzt und knackt nichts, wenn man das Laufband benutzt.

FlexiSpot MotionX Test 3

Bedienung und Wartung

Wer ein bisschen mehr Qualität will, sollte vielleicht schon über 200 Euro ausgeben und da ist man mit dem Flexispot MotionX gut bedient. Verändern kann man hier übrigens die Lauffläche, indem man sie mit einem Imbusschlüssel nach rechts oder links leicht verschiebt, falls sie ab Werk nicht perfekt austariert ist. Außerdem kann man die Lauffläche nachstraffen, falls sie sich nach einiger Zeit nicht mehr ganz so fest anfühlt oder gar rutscht.

Eine recht tolle Sache ist die Fernbedienung, denn darüber kann man unter anderem den nervigen Piepton ausschalten, den die meisten Laufbänder in dieser Preisklasse von sich geben. Solange das Band am Strom ist, bleibt der Ton dann auch immer ausgeschaltet. Auf der Fernbedienung gibt es zudem eine Taste, um schnell zwischen den Geschwindigkeiten 3 und 6 km/h wechseln zu können. Weitere Sprünge in der Geschwindigkeit kann man in 0,1-km/h-Schritten machen. Außerdem gibt es Programme, die man fahren kann, wie zum Beispiel Intervalle.

FlexiSpot MotionX Test 1

Der flotte Wechsel zwischen den Geschwindigkeiten ist hier möglich, indem man Plus oder Minus einfach dauerhaft gedrückt hält. Nur ein kleiner Punkt, der aber nicht selbstverständlich ist.

Ergonomie und Sicherheit

Die Neigung lässt sich hier nicht variabel verstellen, aber es gibt zwei Füße, die man aus- oder einklappen kann. Sind sie ausgeklappt, komme ich laut Smartphone-Messung auf eine Steigung von gut 5 Grad und nicht auf die 7 Grad des Herstellers. Ich bin dann bei 4,5 bis 5 km/h bei einem Puls von ungefähr 90 bis 100, was für so eine Session eine tolle Sache ist, um nicht unbedingt ins Schwitzen zu kommen, aber das Blut mal durch den Körper schießen zu lassen.

Ein kleiner Bonuspunkt ist die Magnetsicherung mit einem roten Band. Wenn man vom Laufband fallen würde, reißt der Magnet ab und das Laufband stoppt direkt. Abgesehen davon kann ich so ein Laufband natürlich all jenen empfehlen, die vielleicht nicht mehr so gut zu Fuß sind und dadurch überhaupt erst wieder in Bewegung kommen wollen. Man kann sich echt gut an diesem U-Gestänge festhalten, das relativ fest und stabil ist.

Fazit: FlexiSpot hat sich bei mir schon bewiesen

Durch die Erfahrung mit meinem höhenverstellbaren Flexispot-Schreibtisch, den ich jetzt schon ein paar Jahre in Benutzung habe, kann ich grundsätzlich sagen, dass die Produkte eine hohe Haltbarkeit haben. Ich gehe davon aus, dass das beim Laufband dasselbe Thema sein wird. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass der Motor nur 1 PS bietet. Wenn man darauf wirklich öfter joggen sollte, könnte das auf Dauer für das Laufband nicht unbedingt optimal sein. Das Upgrade auf das Flexispot MotionX Laufband war für meinen Alltag jedenfalls ein Gewinn, was Lautstärke und Komfort angeht.

Letzte Info: Das Laufband kam quasi vollmontiert nach Hause, ich musste nur die Tablethalterung ranklipsen und habe dann noch die Lauffläche nachjustiert.

Aktion: Zum Zeitpunkt des Beitrages gibt es eine Marathon-Aktion mit Gewinnspiel.

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