Hyundai wagt 2026 endlich den Schritt das günstigere Mittelklasse-Preissegment und gibt für sein erstes neueres elektrisches Modell in der Golfklasse die bisherige 800-Volt-Plattform auf. Dafür bekommt der IONIQ 3 einige Weltpremieren integriert, wenn das Modell im Frühjahr 2026 vorgestellt wird.
Zuletzt hatte Hyundai noch ein Geheimnis daraus gemacht, wann der neue IONIQ 3 kommt. Es gab einen ersten Teaser vor wenigen Tagen und jetzt verrät man auch auf der Webseite ein Datum. Dort ist von der „Weltpremiere im April 2026“ zu lesen. Für mich gehört der IONIQ 3 zu den spannendsten Modellen des Jahres aus mehreren Gründen.
IONIQ 3 wurde bislang offiziell nur als „Concept Three“ gezeigt:

Einerseits geht Hyundai mit der IONIQ-Reihe damit endlich in ein günstigeres Preissegment, das trotzdem für die Langstrecke geeignet ist. Der Einstieg mit dem IONIQ 5 ist bislang mit jenseits der 40.000 Euro eher teuer und mit über 4,60 Meter auch recht lang. Ein kompaktes Fahrzeug würden sich Kunden in Europa unbedingt wünschen, das untermauern die beliebtesten Segmente (B und B-SUVs).
Große Akkus, aber nur 400 statt 800 Volt
Beim IONIQ 3 könnte der Startpreis in die Region von 30.000 Euro rutschen, denn hier kommen womöglich keine kleineren Akkus zum Einsatz, aber dafür eine kostengünstigere 400-Volt-Plattform. Bei der Konzernschwester kennen wir das so ähnlich, unterhalb des KIA EV6 setzt man da ebenfalls auf 400 statt 800 Volt.
Die sehr guten Ladezeiten, mein IONIQ 5 lädt auch bei 0 Grad in unter 20 Minuten auf 80 Prozent voll, sind damit Geschichte. Ich hoffe trotzdem, dass man irgendwie unter die 31 Minuten kommt, mit denen man etwa bei einem KIA EV3 leben muss. Wenn die WLTP-Reichweite jedoch jenseits der 600 Kilometer liegt, beim großen Akku, dürfte das jedoch zu verkraften sein.
In Tarnung wurde der IONIQ 3 schon gesichtet:
Ein neues Bedienkonzept
Eine weitere Neuheit im Segment der IONIQ-Modelle wird das veränderte Bedienkonzept sein. Hyundai setzt dabei auf mehr Schalter und Tasten, verkleinert den bisherigen Tachobildschirm, setzt diesen näher zur Windschutzscheibe und trennt ihn vom Infotainment. Bei der Einheit für die Klimaanlage kommen wieder echte Schalter zum Einsatz, auch das Lenkrad hat nur noch Tasten und keine Kippschalter mehr.
Ein neues Betriebssystem
Der größte Sprung ist jedoch beim Bildschirm im Zentrum zu finden, denn dieser wird stark wachsen und bringt ein neues Betriebssystem mit. Das neue Pleos feiert im IONIQ 3 seine Premiere. Es basiert auf Android und hat einen neuen Ansatz, unterstützt etwa eine geteilte Bildschirmansicht, wird endlich Apps anbieten und vieles mehr.
Das neue Betriebssystem wurde vor allem erst mal für Entwickler im vergangenen Jahr vorgestellt und dabei hat man auch Spiele und solche Dinge gezeigt. Ich vermute, dass Hyundai das Niveau von Tesla erreichen will und das hoffentlich auch schafft. Die aktuelle Software ist zwar für ein Auto durchaus ausreichend, aber weit von modernen Standards entfernt.
KIA und Hyundai setzen künftig auf einen deutlich größeren Zentralbildschirm:

