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Rundfunkbeitrag: Erhöhung gefordert, Nicht-Zahler kontaktiert

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Er ist umstritten wie eh und je, der Rundfunkbeitrag ist wiedermal Thema zum Jahreswechsel. Gefordert wird eine Erhöhung des Beitrags, sogar mit Verfassungsklagen wird schon gedroht. Zugleich hat sich der Beitragsservice die Adressen der potenziellen Nicht-Zahler eingeholt, um das „Klärungsschreiben“ zu versenden. Bis zu 3,6 Millionen deutsche Haushalte werden in diesen Tagen angeschrieben, um die Fälligkeit des Rundfunkbeitrags zu klären. Man hat dafür den Datenbestand mit den Einwohnermeldeämtern abgeglichen.

Noch werden je Haushalt 17,50 Euro fällig, doch das könnte sich in den kommenden Jahren ändern. Weniger dürfte es jedenfalls nicht werden, dafür klopfen ZDF und ARD schon langsam auf den Busch. Eine Erhöhung des Beitrags sei für den Erhalt der Qualität dringend notwendig, so der Intendant des ZDF. Vorsitzende der ARD drohen inzwischen mit Verfassungsklagen, sollten sich die Bundesländer nicht auf die Höhe einigen können.

Wir verwenden heute zusätzlich die Gelder der Beitragsrücklage, die zwischen 2013 und 2016 angespart wurde. Rechnet man diese angesparten Mittel auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann liegen wir heute schon real bei 18,35 Euro. (via Spiegel)

Qualität ist Ansichtssache

Natürlich kann über das angebotene Programm der öffentlich-rechtlichen TV-Sender gestritten werden, deshalb werden möglichst viele Geschmäcker abgedeckt. Ein Problem ist und bleibt aber die Qualität. Von den zahlreichen Telenovelas mal abgesehen, die seit Jahren immer wieder dieselben Stories in Wiederholung abspulen, ist auch das zuletzt gesendete Live-Programm an Qualität kaum zu unterbieten.

Für mich war das beste Beispiel die Silvester-Show im ZDF, die live vom Brandenburger Tor gesendet wurde. Zahlreiche Künstler haben für kurze Medleys sicherlich ordentlich kassiert, mussten dafür aber nicht mal selber singen. Ein großer Teil der Live-Auftritte wurde einfach Playback übertragen. Für eine derart unspezifische Show, die für alle gedacht ist, fand ich das äußert schwach.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Christian

    3. Januar 2019 at 16:45

    Uns Webseitenbetreiber die DSGVO aufdrücken aber der Rundfunk darf sich Daten von den Einwohnermeldeämter besorgen. Läuft in Deutschland!

  2. Manu

    3. Januar 2019 at 19:15

    Ich persönlich nutze nur Netflix und Co. Dafür zahl ich auch gern aber für was zu zahlen was ich nicht nutze finde ich persönlich sehr ungerecht.. Zudem finde ich es auch nicht mehr Zeitgemäß vom Datenschutz muss ich ja erst gar nicht anfangen

    • Denny Fischer

      3. Januar 2019 at 20:31

      Dass wir gemeinsam für unabhängigen Journalismus zahlen, ist eine gute Sache. Ich glaube wir können froh sein, dass es so etwas bei uns gibt. Sei die Qualität der restlichen Inhalte mal dahingestellt, die finde ich auch fragwürdig.

  3. Christoph

    4. Januar 2019 at 10:01

    Ich bin gerne bereit die Rundfunkgebühren zu zahlen um Sender mit Niveau zu haben. NIcht alles in den öffentlichen Sendern entspricht meinen Vorstellungen, aber was uns das Privatfernsehen vorsetzt ist doch zu 95% niveaumäßig nicht zu unterbieten.

    Medienanstalten die sowohl von der Industrie als auch der Regierung unabhängig sind, ist ein sehr wertvolles Gut das bewahrt werden muss und für das ich auch gerne zahle.

    Nicht für alle Abgaben die ich leiste, bekomme ich eine adäquate Leistung. Ich bin zum Beispiel gezwungen eine 120l-Mülltonne zui nutzen, obwohl mir und meiner Familie eine 30l-Tonne vollkommen reichen würde. Ich subventioniere also mit meine Müllgebühren andere Einwohner die Müll nicht so kensequent vermeiden, verwerten wie wir. So ist das nun mal…….

  4. Christoph

    4. Januar 2019 at 10:05

    Die DSGVO zu verstehen, zu interpretieren ist nicht leicht. Der Abgleich ist vollkommen lega und wird an vielen Stellen gemacht. Es werden nur öffentlich zugängliche Sachen abgeglichen.

    Es ist für mich als Vorsitzender eines Vereines kein Problem die Adressen aller Mitbewohner älter als 65 Jahre zu erhalten. Ist alles eine Frage der Gebühr….

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