Vivo X300 Ultra ausprobiert: Von allem alles und etwas mehr

Vivo X300 Ultra Test 1

Vivo hat vor ein paar Monaten sein Comeback in Deutschland gefeiert und seither direkt mit der X300-Baureihe richtig rausgehauen. Nach dem X300 Pro folgte nun sogar das X300 Ultra, eine weitere Topversion des Flaggschiffs.

Vom X300 Pro war ich bekanntermaßen begeistert und es hat da meines Erachtens nicht noch mehr gebraucht. Dennoch hat sich Vivo zu einem noch stärkeren Flaggschiff entschieden, das jedoch auch deutlich teurer ist. Das liegt unter anderem am Kamera-Setup und am Snapdragon 8 Gen 5, während wir im Pro einen Mediatek-Chipsatz haben.

Akku und Gehäuse gewachsen

Ein weiterer Unterschied ist der 6.600 mAh große Akku, der verlängert die fantastische Laufzeit des X300 Pro (5.500 mAh) noch einmal deutlich. Qi2 mit Magnetprofil gibt es hier trotzdem nicht, das bekommt man weiterhin vor allem bei Google und Apple, jedoch nicht bei chinesischen Herstellern.

Ein Punkt, der doch spürbar ist, sind die umfangreicheren Maße des Ultra. Es ist schwerer, größer und dicker. War mir im Alltag dann eine Ecke zu viel, auch in großzügigen Hosentaschen merkt man das große Flaggschiff-Smartphone deutlich. Das liegt auch an der Kamera, die noch einmal aufgerüstet wurde.

Die Kamera baut auf:

Vivo X300 Ultra Test 4

Mit Case für Objektivring noch einmal mehr:

Vivo X300 Ultra Test 3

Vivo packt hier für die Hauptkamera einen 200 MP Bildsensor rein, beim Pro gibt es einen „einfachen“ 50 MP Bildsensor – jeweils aber ziemlich neue Technik. Abgesehen davon ist der Bildsensor auch physisch größer. Aber merkt man das im Alltag?

Mein Problem ist, dass ich direkt vom X300 Pro kam, das hat bereits sehr gute Fotos geschossen. Ich kann aus Sicht eines Laien nicht so starke Unterschiede sehen. Insgesamt scheint die Kamera jedoch vor allem variabler im Alltag zu sein, das entnehme ich meiner Verwendung im Alltag und dass ich häufiger mit den Brennweiten spiele. Die Bildqualität ist meistens sehr gut.

Auch das optionale Teleobjektiv (das man nicht mal eben in die Hosentasche steckt) bietet noch einmal mehr und packt eine Schippe drauf. Da muss ich aber abschließend für das gesamte System sagen, dass man die rund 2000 Euro meines Erachtens nicht ausgeben muss. Vermutlich ist schon das X300 FE für 99 Prozent der Kunden ein geiles Paket.

Vivo X300 Ultra Objektiv

Was ich weiterhin mag, ist die gute und schnelle Profilauswahl (für Farben etc.) in der Kamera-App. Ganz viel Liebe habe ich dann noch für den Modus „Straßenfotografie“ entwickelt, den ich mir dann als Standard für den Schnellzugriff (doppeltes Drücken der Leisetaste) festgelegt habe.

Generell macht das Fotografieren sehr viel Spaß, wobei ich bei den Vivo-Smartphones deutlich häufiger auf größere Brennweiten wechsle und mir das Motiv somit ranhole. Macht euch einfach selbst ein Bild und schaut mal in das Album rein.

Mehr geht nun wirklich nicht

Für das Portfolio von Vivo hätte es das Ultra nun wahrlich nicht gebraucht, mit dem X300 Pro gibt es bereits ein hervorragendes Flaggschiff, das quasi keine Wünsche offen lässt. Was merkt man auch, wenn man beide Geräte kennenlernt, denn das Ultra kann kaum „spürbar“ mehr bieten.

Wer sich für viele weitere Punkte interessiert, in denen das X300 Ultra dem Pro mindestens ebenbürtig ist, erfährt das alles im Testbericht zum X300 Pro.

Positiv ist mir auch diesmal wieder aufgefallen, dass es während der Testphase regelmäßig umfangreiche Updates gab, Vivo da also mit der Softwarepflege hinterher ist und die Geräte nach Marktstart noch einmal umfangreich ausbessert. Ich hatte allerdings keine Probleme oder Bugs feststellen können.

Schreibe einen Kommentar

Bleibt bitte nett zueinander!