Xiaomi kritisiert den KI-Boom bei Smartphones, nimmt aber selbst daran teil und lässt jetzt Smartphone-Kunden teuer bezahlen. Derzeit gibt es keine Branche, bei der die Preise nicht nach oben gehen.
Schon im letzten Jahr haben die Analysten angedeutet bzw. angekündigt, dass 2026 die Preise der Smartphones noch einmal nach oben gehen werden Der aktuelle Markt gibt eine Preissteigerung her, denn einige Bauteile werden gerade von anderen Branchen massiv nachgefragt.
Einige Bauteile werden knapper und teurer, weil sie zugleich für KI-Hardware abgegriffen werden. Unter anderem gibt es für sämtliche Speicherbausteine plötzlich einen neuen Abnehmer – die KI-Branche. Und weil der KI-Markt derart durch die Decke schießt, haben andere Branchen ungeahnte Probleme.
Smartphone-Preise steigen durch höhere Kosten für Speicherbausteine
Xiaomi hat in China nun eine Preiserhöhung für mehrere Smartphone-Modelle angekündigt und folgt damit anderen Marken wie Oppo, Vivo und Honor, die ebenfalls bereits öffentlich Preiserhöhungen kommuniziert haben. Nicht ganz 30 Dollar müssen aufgeschlagen werden.
Laut Xiaomi-Präsident Lu Weibing haben sich die Preise für bestimmte Speicherkonfigurationen im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Analysen von TrendForce bestätigen stark steigende Preise, allein im zweiten Quartal 2026 sollen Vertragspreise für DRAM und NAND-Flash um 63 bzw. 75 Prozent ansteigen.
Speziell Xiaomi leidet zuletzt unter einer sinkenden Marge bei den eigenen Android-Smartphones. Dabei hat man speziell hierfür vor Jahren den Umstieg auf mehr Premium-Geräte eingeleitet, damit man mit den Geräten auch Geld verdient, was mit günstigen Budget-Smartphones fast unmöglich ist.
Xiaomi: Kritik an der Konkurrenz und eigene Sprachmodelle
Während man in China schon offen über Preisanstiege redet und sie fest plant, ist das in Europa bislang nicht der Fall. Aber es ist am Ende nur eine Frage der Zeit oder passiert ggf. schleichend ohne Ankündigungen.
Xiaomi baut selbst gerade erfolgreich eigene KI-Sprachmodelle auf, kritisiert zugleich Samsung und Google, die sich bei Smartphones zu sehr auf KI-Software konzentrieren und nicht auf eine Verbesserung der Hardware.
