Vorreiter: Hyundai geht sehr wichtige Wege mit seinen Elektroautos

Hyundai IONIQ 5 V2X

Hyundai wird das Portfolio an Elektroautos nicht nur zügig weiter ausbauen (2026 mit IONIQ 3), sondern auch das technische Angebot um diese Fahrzeuge. Gemeint ist der Ausbau eines Energie-Ökosystems, das auch in Deutschland langsam auf den Weg gebracht wird. Heute spricht man da von V2X oder auch Vehicle-to-Everything.

Hyundai stellt sich entsprechend breit auf, um Elektrofahrzeuge weltweit als aktive Energiespeicher und -lieferanten in das Stromnetz zu integrieren. Ziel der Initiative ist es, die Rolle von Elektroautos neu zu definieren, über das Transportmittel hinaus, und sie als wesentliche Bestandteile des globalen Energieökosystems zu etablieren.

In Südkorea startet noch 2025 ein neues Projekt in diesem Segment, es adressiert das dortige Überangebot an erneuerbaren Energien, indem Elektroautos überschüssigen Strom speichern und bei Bedarf ins Netz zurückspeisen. Nutzer können bei niedrigen Strompreisen laden und den Strom bei steigenden Preisen über den Echtzeit-Energiemarkt wieder abgeben.

Hier in Europa startet Hyundai zunächst in den Niederlanden, Kunden sollen ab 2025 gewonnen werden. Als einer der ersten Autohersteller bietet Hyundai dort einen V2G-Service an, der auf der bereits eingeführten Smart-Charging-Technologie (V1G) aufbaut. Das System nutzt bidirektionales Laden und automatisierte Zeitpläne, um Energiekosten zu senken und durch den Verkauf von überschüssigem Strom neue Einnahmequellen für Kunden zu erschließen.

Kunden mit Elektroautos von Hyundai werden also aktive Teilnehmer am Strommarkt und können davon entsprechend profitieren. Zum Start sind die Modelle KIA EV9 und Hyundai Ioniq 9 kompatibel. Langfristig werden wahrscheinlich alle Elektroautos ein Teil des Ökosystems sein, das ist jedenfalls der Plan der Hersteller und der Gedanke hinter diesen Lösungen.

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