Mercedes-Partner Factorial geht 2026 weitere Schritte zur Marktreife des Feststoff-Akkus

Mercedes EQS Feststoff Test

Nicht nur die Chinesen arbeiten am sogenannten Feststoff-Akku, auch die deutschen Autobauer pflegen wichtige Partnerschaften. Factorial, ein Partner von Mercedes, kann jetzt weitere wichtige Schritte auf dem Weg zur Serienproduktion bekannt geben.

Schon vor einiger Zeit demonstrierte der immer noch hässliche Mercedes EQS, das zumindest technisch noch mehr in ihm stecken könnte. Ein neuer Akku mit 106 Feststoffzellen sorgte in der Bohnen-S-Klasse für eine Reichweite von ca. 1.200 Kilometern. Mit einer einzigen Ladung wohlgemerkt und wirklich auf der Straße gefahren, nicht nur im Labor.

Die neuen Reichweiten sind deshalb möglich, weil die Energiedichte viel höher ist. Da reden wir von 80 bis 100 Prozent. Bietet euch ein heutiger Akku einer Oberklasse-Limousine vielleicht 600 Kilometer Reichweite, sind das bei der neuen Akku-Technologie dann 1.000 oder mehr. Diese neuen Akkus sind auch leichter und kompakter.

Pleite oder Revolution, der schmale Grat der neuen Batterie-Technologie

Derzeit rauschen viele Daten durch die Medien, wann diese Akkus endlich serienreif produziert werden können. Aber zumindest für kleine Auflagen scheint das 2027 oder 2028 möglich zu sein. Das größte Thema ist derzeit immer noch, wie man diese Akkus in der richtigen Größe für Autos in Serie fertigen kann, ohne dabei pleite zu gehen.

Factorial hat dafür eine weitere „Lösung“ vorgestellt, man holt sich einen weiteren Partner mit rein. Eine neue strategische Partnerschaft mit dem koreanischen Ausrüster Philenergy soll die Skalierung der Produktion beschleunigen und den Zugang zu etablierten Lieferketten sichern. Frisches Kapital soll es noch 2026 durch einen Börsengang geben.

Der Feststoff-Akku ist noch ein paar Jahre entfernt

Steile These meinerseits: Das erste Mercedes-Elektroauto mit Feststoff-Akku ist entweder ein zukünftiger AMG oder die erste vollelektrische S-Klasse nach dem Aus des EQS. Oder in anderen Worten: Weil wir den Plan der nächsten Jahre kennen, wird das wahrscheinlich erst gegen 2030 passieren.

Aktuell ist der Feststoff-Akku echt noch sehr viel Hokuspokus, die Unternehmen werfen große Zahlen in den Raum und pushen damit ihren Aktienkurse für einen kurzen Moment. Wir blicken definitiv auf eine technologisch sehr spannende Zukunft, aber genau das ist es eben, die Zukunft und nicht die Gegenwart.

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