MG Motors, einst europäisch und heute chinesisch, plant den europäischen Markt mit einer echten Offensive aus Hybrid und Elektroautos zu erobern. Dabei war es recht ruhig, nach dem großen Erfolg des MG4 war die Marke aktiv, aber sorgte nicht für großes Aufsehen. Man hat sich nach und nach etabliert.
In das neue Jahr ist MG mit dem Doppelpack aus zwei MG4-Modellen gestartet. Es gibt den komplett neuen MG4, der in einer niedrigeren Preisklasse auf Kundenfang geht und ein Update für den gewohnten MG4 mit dem eher kantigen Look. Das war aber nur der Anfang, wie führende Persönlichkeiten klarstellen.

Modellpalette reicht an große Namen
Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll das Portfolio auf insgesamt 18 Modelle anwachsen. Derzeit habe man schon 10 Modelle im Angebot, womit man langsam auf Augenhöhe mit Skoda und Renault ist. An anderen Namen wie Fiat, Tesla oder Nissan ist man sogar längst schon vorbeigezogen.
Hybrid steht im Fokus der Marke, aber auch das elektrische Angebot wird wachsen. Geplant sei ein vier Meter kurzer Kleinwagen für 2027, der dann gegen BYD Dolphin Surf, VW ID. Polo und andere Modelle antritt. Zeitgleich sucht MG nach einem Standort, um langfristig auch in Europa produzieren zu können, um Zollproblemen aus dem Weg zu gehen.
Vom neuen MG2 will man demnächst auch schon mal ein Konzept zeigen. Im Sommer gibt es da wohl mehr zu sehen.
Für mich hat MG mit dem neuen MG4 bereits einen ordentlichen Sprung gemacht. Das sieht alles deutlich wertiger aus und ist damit eher konkurrenzfähig zu VW, Skoda und Co. Wie man mit Modellen wie dem IM5 zeigt, soll es aber nicht nur „unten“ für MG weitergehen, auch die Mittelklasse wird mit neuen Modellen bedient werden.

Ein sehr großes Ziel von MG ist, dass die Marke auch außerhalb von Großbritannien wieder Fuß fasst. Mit den richtigen Modellen und der passenden Preispolitik ist das jedenfalls möglich, auch wenn die Marke in Deutschland, Frankreich etc. vielleicht nicht mehr so geläufig ist.
