Hyundai hat mit dem Ioniq 3 den Startschuss gegeben und bei Kia ist es bereits mit einem anderen Modell geschehen. Nun sind die Schwestermarken „gezwungen“, nach und nach ihr bestehendes Portfolio auf ein neues Infotainment umzustellen.
Hyundai hat mit dem Ioniq 3 das Pleos-Infotainment eingeführt, damit einhergehend ist eine Neugestaltung der Bildschirme im Innenraum und natürlich eine stark überarbeitete Software. Man geht nicht mehr den „eigenen“ Weg der großen Bildschirmtafel, sondern wechselt auf einen großen Monitor im Zentrum des Fahrzeugs.
Ein großes Infotainment mit neuer Bedienung und eigenem App-Angebot
Die neue Lösung macht es besser. Sie setzt auf ein großes Display für das Infotainment, belässt aber den Tachobildschirm hinter dem Lenkrad. In meinen Augen ist es das, was die Hersteller bieten sollten, um Vorteile der neuen und alten Welt zu vereinen, ohne aus dem Armaturenbrett zur reinen Bildschirmfläche zu machen, wie es Mercedes macht.

Google Maps, Spotify, YouTube und andere Apps sollen dank dem neuen „Pleos Connect“ verfügbar werden. Hyundai geht dabei einen ähnlichen Weg wie VW und setzt nicht auf ein vollständig an Google-gebundenes Android, profitiert aber zumindest vom App-Angebot und dass Android selbst in Autos längst etabliert ist.
Inzwischen tauchen immer wieder Facelift-Varianten der bekannten Modelle auf. Kürzlich gab es den ersten Blick in den neuen Ioniq 5, nun ist auch der Kia EV3 getarnt gesichtet worden. Etwas verwirrend: Kia hat den neuen EV2 noch mit der alten Infotainment-Lösung veröffentlicht, der quasi baugleiche Ioniq 3 kommt hingegen mit Pleos Connect.

Gesehen wurde in diesem Fall womöglich eine hochwertigere Ausstattung. Da gibt es dann keinen Tachobildschirm, sondern ein HUD in der Windschutzscheibe. Das war jedoch offensichtlich kein fertiges Auto, daher müssen Details abgewartet werden, wie das dann in einem finalen Ioniq 5-Facelift aussehen könnte.
Das aktuelle System funktioniert, ich nutze auch die Navigation seit der Integration von Google Places wieder regelmäßig, aber ansonsten hat das alte Hyundai-System wirklich nichts zu bieten. Das App-Angebot beschränkt sich auch nach Jahren noch auf Amazon Music und Soundcloud, über Video-Apps für den Ladestopp sollte man erst gar nicht nachdenken.
Was zum Zeitpunkt des Beitrages noch kurios ist? Hyundai zeigt die Lösung im Ioniq 3 bislang nicht, es gibt nur eine Demoversion bzw. Demoanzeige. Medien waren angehalten, das in ihren Videos noch nicht zu zeigen. Da ist VW mit seiner nahezu zeitgleichen Umrüstung schon etwas weiter, deren neue Lösung ist bereits „offiziell“ für mehrere Modelle angekündigt.
