Feststoff-Batterien werden das nächste große Ding und sind der heilige Gral in der Elektromobilität, jedenfalls ist das die übliche Darstellung. Jeder will vorn dabei sein, einige versprechen besonders viel. Dongfeng will schon 2026 so weit sein.
Der chinesische Hersteller, den man in Europa vielleicht eher mal unter der Automarke Forthing gehört hat (oder auch durch das Joint-Venture mit Nissan), bringt eine neue Batterie mit einer Energiedichte von 350 Wh/kg auf den Markt und will in entsprechenden Fahrzeugen mehr als 1.000 Kilometer Reichweite knacken.
Angesichts der aktuellen Modelle wie dem BMW i3, die das schon fast mit herkömmlichen Batterien schaffen, sollte das vierstellige Reichweitenziel in greifbarer Nähe sein. Dongfeng sagt jedoch, dass das eigene Batteriepaket dafür satte 30 Prozent leichter sein wird. Ein großer Vorteil der neuen Technologie, denn Feststoff-Akkus sind auch kleiner.
SmartDroid.de bei Google folgenIn China sind sehr viele Automarken und andere Konzerne an der Feststoff-Batterie dran, aber auch in Europa und USA kommt das Thema voran. Factorial ist hier etwa ein Begriff, weil die ihre Batterie bei Mercedes und Stellantis bieten. Vermutlich sehen wir die Technologie wirklich vor 2030 in ersten Serienautos.
Ich sag trotzdem mal ganz deutlich: Wenn ein Elektroauto im bezahlbaren Preissegment wirklich die 1.000 Kilometer knackt und tatsächlich in Serie produziert wird, dann glaube ich den Versprechen. Bislang wird jedoch sehr viel geredet, aber noch nichts tatsächlich geliefert, außer vielleicht in Prototypen.
Und bei Donut Lab haben wir gesehen, dass wir wirklich noch abwarten müssen, bevor wir wirklich in Jubel ausbrechen. Ich glaube, was in den kommenden Jahren für die meisten Elektroauto-Fahrer deutlich interessanter sein wird, sind die günstigeren Natrium-Batterien. Davon haben wir sicherlich mehr, wenn Elektroautos für mehr Autofahrer bezahlbarer werden. (via CNC)
