Volvo entschädigt Kunden für das Lidar-Desaster

Volvo EX90

Lidar kommt in Europa weiterhin nahezu gar nicht zum Einsatz und wird es auch bei Volvo nicht. Nachdem der Hersteller zwei Modelle mit Lidar angeboten hatten, müssen Kunden jetzt für die teure Technik entschädigt werden. Lidar sollte eigentlich mal autonomes Fahren mit den heutigen Volvo-Modellen möglich machen.

Volvo hat sich kurzerhand nämlich doch gegen den Einsatz von Lidar entschieden, doch da waren Fahrzeuge mit dem teuren System bereits gebaut und verkauft. Weil die angekündigten Assistenzfunktionen mit Lidar nicht kommen bzw. nicht diese Hardware verwenden, entschädigt Volvo betroffene Kunden mit rund 1.600 Euro. Gut ist für bereits verkaufte Autos, dass Lidar ohnehin nur eine Ergänzung gewesen ist.

Lidar ist in China quasi Standard auf modernen Autos für die Assistenzsysteme, in Europa entwickelt sich auf Basis des Lasersystems bislang jedoch kein Standard in der Industrie. Und auch nicht alle Chinesen machen mit, bei Xpeng setzt man in Europa vorrangig auf ein kamerabasiertes System wie Tesla.

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Volvo Lidar

Volvo wollte auf Lidar setzen und bot es optional für ES90 sowie EX90 an. Kunden vertrauten darauf, irgendwann fortschrittliche Systeme für die Lidar-Technik per Update zu bekommen. Ursprünglich sollte Lidar sogar mal Basisausstattung werden. Dann hat man die Pläne im vergangenen Dezember verworfen, sodass Rückzahlungen an Kunden fällig werden und zugleich eine Klage von Luminar im Posteingang lag.

Volvo verspricht mit den vorhandenen Sensoren und der hohen Rechenleistung in den Fahrzeugen ein leistungsfähiges System für Assistenz und Sicherheit bereitstellen zu können. Von der früheren Sichtweise, dass Lidar künftig so wichtig wie Airbag und Gurt sein wird, rückte man offensichtlich ab. Man muss aber auch sagen, dass seither KI angekommen ist und eine tragende Rolle bei neuen Lösungen spielt. (via Motor.no)

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